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Grundgesetz

Gleichheit vor dem Gesetz

 
 

Eine Ausgabe des Grundgesetzes (Bild: dpa Picture-Alliance)
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Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet, am Tag darauf trat es in Kraft.
Egal, welche Hautfarbe du hast, woher du kommst oder welche Sprache du sprichst - in Deutschland haben alle Menschen die gleichen Rechte. Das schreibt das Grundgesetz vor. Es gilt für alle, die in Deutschland leben und schützt sie vor Benachteiligung.
Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Es hat 146 Artikel.
In den Artikeln steht, wie die Menschen miteinander umzugehen haben und auf was der Staat aufpassen muss. Aber auch die ganze politische und rechtliche Ordnung Deutschlands stützt sich auf das Grundgesetz (GG).
3 Mitglieder des Parlamentarischen Rates (Bild: dpa)
Im Parlamentarischen Rat
Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte Deutschland ein demokratisches und freiheitliches Land werden. Dazu musste es eine Verfassung geben, eine Sammlung von Gesetzen also, die Grundwerte und Grundrechte in einem Staat festlegt.
65 Männer und Frauen, der Parlamentarische Rat, arbeiteten das Grundgesetz aus. Es gilt in wesentlichen Teilen bis heute.
Es ist nicht so einfach, das Grundgesetz zu ändern. Zwei Drittel der Mitglieder des Bundestages und zwei Drittel der Mitglieder des Bundesrates müssen damit einverstanden sein.
Und manche Grundrechte dürfen überhaupt nicht verändert werden, etwa Artikel eins. Darin heißt es: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Tim fragt Tom: Was ist das eigentlich das Grundgesetz?

Demonstranten vor einem Transparent "Tierschutz jetzt" (Bild: dpa)
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Über das Grundgesetz gibt es immer wieder heftige Diskussionen.
Zum Beispiel stritten Politiker jahrelang darüber, ob der Tierschutz im Grundgesetz stehen soll oder nicht.
Seit 2002 ist im GG aufgeschrieben, dass der Staat die Tiere schützen muss - das gibt es in keinem anderen Land der EU.
Es gibt sogar ein besonderes Gericht, das darauf achtet, ob die Grundrechte gewahrt bleiben: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Jede Partei und jeder Bürger kann dort Grundrechte einklagen - und das gilt auch für Kinder.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 22. Mai 2012