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Achterbahn

Kribbeln im Bauch, wenn's bergab geht!

 

Zeichnung: hölzerne Achterbahn mit Schnee (Bild: SWR)
Wie Schlittenfahren
In irrer Geschwindigkeit bergauf, bergab; ein Kribbeln im Bauch - das ist Achterbahn fahren!
Schon im 16. Jahrhundert gab es eine Art Achterbahn im russischen St. Petersburg: Ein 20 Meter hohes Holzgerüst, auf das riesige Eisblöcke geschleppt wurden, um dann auf Schlitten runter zu rutschten - die "montagnes russes", russische Berge.
So heißt die Achterbahn auch heute noch in Frankreich.
Zeichnung: Achterbahn mit Karren (Bild: SWR)
Es geht auch ohne Schnee!
Zweihundert Jahre später brachten französische Soldaten die Idee nach Europa.
Dumm war nur, dass es in Frankreich nicht so viel Schnee und Eis gab, wie in Russland.
Also bauten die Franzosen kleine Karren mit Rädern. Damit ratterten sie auf einer 30 Meter langen, wellenförmigen Holzbahn hinunter.
Zeichnung: Mann zieht einen Wagen hoch. (Bild: SWR)
Ganz schön umständlich
Mit einer Geschwindigkeit bis zu 50 Stundenkilometer, war das ein gefährlicher Spaß: Viele Leute verletzten sich bei unsanften Luftsprüngen, manch einer plumpste ganz aus der Kiste.
Bis 1887 wurden die Wagen noch von Hand hoch gezogen.
Erst dann entwickelte Philip Hinkle einen Seilzug, der die Waggons wieder nach oben brachte.
Moderne Achterbahn (Bild: dpa)
Heute: hoch hinaus.
Schließlich bauten 1898 amerikanische Ingenieure in Coney Island eine Strecke in Form der Zahl Acht - die erste richtige Achterbahn!
Und 1908 gab es dann die erste Achterbahn aus Holz in Deutschland.
Heute gibt es Achterbahnen in allen möglichen Formen, die Gondeln rasen mit 150 Stundenkilometer dahin - die alten St. Petersburger würden staunen.
 
Autorin: Constance Schirra 
Letzte Änderung am 30. Juli 2008
 
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