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Auto - mobil sein

Von der „Hexenkarre“ zum Verkehrsproblem

 
 
Carl Benz und seine Frau Bertha (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Carl Benz und seine Frau BerthaCarl Benz und seine Frau Bertha
„Hexenkarre" und „Teufelsfuhrwerk" bekam Carl Benz zu hören, als er 1885 in Mannheim seine Erfindung vorführte: ein dreirädriges Fahrzeug mit Motor - das erste Auto.
Es war den Leuten unheimlich, dass das Auto sich ohne Pferde bewegte und laut knatterte. So etwas hatten sie noch nie gesehen.
Ein paar Jahre tüftelte sein Erfinder Carl Benz noch daran herum, dann meldete er es zum Patent an. Das war am 29. Januar 1886. Dieses Datum ist der Geburtstag des ersten Automobils der Welt.
Unterstützung bekam Carl Benz von seiner Frau Bertha. Sie wollte beweisen, wie gut der „Motorwagen" funktionierte.
Schauspieler stellen mit einem nachgebauten Wagen die Fahrt von Bertha Benz und ihren Söhnen nach (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Auf langer FahrtAuf langer Fahrt
Eines Morgens im Jahr 1888 machte sie sich mit ihren beiden Söhnen und dem Wagen von Mannheim auf den Weg nach Pforzheim.
Obwohl sie unterwegs ein paar kleine Reparaturen vornehmen mussten, kamen die drei am Abend nach einer etwa 100 Kilometer langen Fahrt unbeschadet an.
Schnell sprach sich der geglückte Dauertest herum und verhalf dem „Motorwagen" zu mehr Erfolg.
Einige "Model T" werden am Fließband entlang gezogen (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Am laufenden BandAm laufenden Band
Den Durchbruch schafften dann bald darauf Autos mit vier Rädern. Das erste bauten Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach in Stuttgart - unabhängig von Carl Benz.
Am Anfang waren Autos noch sehr teuer. Erst als Henry Ford im Jahr 1913 in den USA sein „Model T“ am Fließband produzieren ließ, wurden sie viel günstiger. Trotzdem vergingen noch Jahrzehnte, bis das Auto ein Fahrzeug für alle wurde.
Stau auf der Autobahn und Anzeigetafeln mit Stauwarnung (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Stau auf der AutobahnStau auf der Autobahn
Heute dauert die Fahrt von Mannheim nach Pforzheim nur noch eine Stunde – wenn es keinen Stau gibt. Denn die Menge der Autos ist zu einem echten Problem geworden: Ihre Abgase schaden der Umwelt und der Treibstoff wird immer teurer.
Daran dachte zur Zeit von Benz und Daimler noch niemand: Bertha Benz musste ihren Treibstoff unterwegs in einer Apotheke kaufen – das Auto fuhr mit Ligroin, einem Benzin zum Reinigen.
 
Autoren: Michael Grimm / Cornelia Senull
 
Letzte Änderung am 24. Januar 2012
 
 
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