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Mensch ärgere dich nicht

Der Klassiker jeder Spielesammlung

 
Gesamtansicht eines Spielbretts (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Immer gut gegen LangeweileImmer gut gegen Langeweile
Im Jahre 1905 sitzt an einem kalten Winterabend in München der städtische Angestellte Josef Schmidt vor einer alten Hutschachtel.
Seine drei kleinen Söhne langweilen sich und Schmidt überlegt, wie er sie beschäftigten kann.
Dabei kritzelt er auf die Hutschachtel, bis eine Spielbahn in Form eines Kreuzes herauskommt.
"Mensch ärgere Dich nicht" soll Schmidt daraufhin ausgerufen haben - nicht ahnend, dass er gerade die Idee seines Lebens hatte.
Anfangsfelder einer Figur (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Die ersten Schritte für GelbDie ersten Schritte für Gelb
Von da an war es mit der Langeweile bei Schmidts Kindern und ihren Freunden vorbei. 1912 richtete Vater Schmidt eine kleine Werkstatt ein und produzierte sein neues Spiel.
Anfangs verkaufte sich das Spiel nur schleppend. Die Wende kam, als Schmidt 3000 Spiele an deutsche Soldaten verschickte. Als sie nach Kriegsende zurück kehrten, wollten sie "Mensch ärgere Dich nicht" mit ihren Familien spielen - und plötzlich war die Nachfrage groß.
Spielplanausschnitt: Copyright (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Die Firma JFSM hat die Rechte für "Mensch ärgere dich nicht".Die Firma JFSM hat die Rechte für "Mensch ärgere dich nicht".
Auf jedem Spielbrett ist Schmidts Logo J.F.S.M., die Anfangsbuchstaben von Josef Friedrich Schmidt München.
Aus seiner kleinen Werkstatt wurde im Laufe der Zeit ein großes Unternehmen, das inzwischen viele verschiedene Spiele anbietet.
Der Renner ist und bleibt "Mensch ärgere Dich nicht": Bis heute wurde das Spiel mehr als 60 Millionen Mal verkauft.
 
Autorin: Constance Schirra