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Butterkeks

 
 
"Nur echt mit 52 Zähnen" - damit ist kein wildes Tier gemeint, sondern der Butterkeks, den Hermann Bahlsen 1889 erfunden hat.
 
würfelförmige Schachtel mit Butterkeksen (Bild: Bahlsen)
Leibniz-Keks-Schachtel 1891
Hermann Bahlsen aß furchtbar gerne "cakes", das englische Wort für Kekse.
Leider gab es so ein Feingebäck in Deutschland noch gar nicht, Herr Bahlsen musste also selbst Kekse im großen Stil backen.
Frauen bei der Arbeit in der Keksfabrik (Bild: Bahlsen)
Seit 1905 wird bei Bahlsen am Fließband gearbeitet.
Am 1. Juli 1889 gründete Bahlsen die "Hannoversche Cakes-Fabrik H. Bahlsen". Das Rezept für seine Butterkekse kannten nur er und seine Mutter.
Damals war es üblich, Lebensmitteln den Namen berühmter Persönlichkeiten zu geben - wie Bismarck-Hering oder Mozartkugel.
Bahlsen taufte sein Gebäck nach dem berühmten Hannoveraner Gelehrten Gottfried Wilhelm Feiherr von Leibniz

rotes TET Zeichen (Bild: Bahlsen)
Kekse sind lange haltbar.
Ewig dauernde Verpackung?
Nachdem Bahlsen nun schon den Keks erfunden hatte, erfand er auch gleich noch die passende Verpackung. Das war eine luftdichte Hülle, in der die Ware frisch und knusprig blieb.
TET stand darauf, das alte ägyptische Zeichen für "ewig, dauernd". 1905 wurden die Kekse übrigens schon am Fließband verpackt - dem ersten Fließband in der europäischen Industrie.
Ecke eines Kekses mit Zähnen (Bild: Bahlsen)
Großansicht: "Nur echt mit 52 Zähnen!""Nur echt mit 52 Zähnen!"
Aus "cakes" wird Keks
Und dann hat Hermann Bahlsen eigentlich auch noch das Wort "Keks" erfunden. Bis 1911 hieß es in Deutschland nämlich immer noch "cakes".
Keks sei viel schöner und außerdem deutsch, fand Bahlsen und setzte sich gegen alle Sprachwissenschaftler durch.
Im Duden von 1915 stand zum ersten Mal "der oder das Keks, Mehrzahl: die Keks".
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 22. April 2016
 
 
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