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Gummibärchen

 
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Gummibärchen in der Hand (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Gummibärchen in einer HandGummibärchen in einer Hand
Entstehung berühmter Bärchen
Eine große Tüte Gummibärchen aufreißen, viele rausfischen und auf einmal in den Mund stecken - hm, lecker!
Erfunden hat die bunten Gummibärchen der Bonbonmacher Hans Riegel aus Bonn, kurz HARIBO - die ersten zwei Buchstaben von Vor- und Nachnamen und Wohnort.
So heißt auch die Firma, die er 1920 gegründet hat. Um mal was Neues auszuprobieren, rührte Hans Riegel 1922 eines Tages Gelatine, Zitronensäure, Geschmacks- und Farbstoffe zusammen.
Er ließ das Ganze heiß werden, und stellte fest, es schmeckt!
Hans Riegel neben de, Haribo-Bär (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Hans Riegel neben de, Haribo-BärHans Riegel neben de, Haribo-Bär
Vom Tanzbär inspiriert
Da zu dieser Zeit Tanzbären sehr beliebt waren, bastelte er eine Bären-Form, goss die bunte Masse hinein - und fertig war das erste Gummibärchen. Seine Firma ist anfangs noch ganz klein und in der Fabrik gibt es nicht viel mehr als, einen Herd, einen Kupferkessel, eine Marmorplatte und eine Walze. Doch es braucht nicht lange bis die Bekanntheit der farbigen Bären und damit auch die Fabrik größer wurden.

Zuerst waren die Bären noch groß und dünn. Es gab gelbe Fruchtgummibären und Schwarzbären aus Lakritze. Dann wurden die Gummibären kleiner, dicker und bunter.
Allerdings sind die Farben inzwischen wieder ein bisschen blasser, weil die Farbstoffe von natürlichen Produkten kommen - zum Beispiel vom Spinat.
farbloses Gummibärchen (Bild: SWR)
Großansicht: Es geht auch ohne Farbe.Es geht auch ohne Farbe.
Zahlen und Fakten
Heute werden pro Tag ungefähr 100 Millionen (das ist eine 1 mit acht Nullen) Gummibärchen produziert. Pro Tag werden also mehr Gummibärchen produziert, als es Einwohner in Deutschland gibt.
Rechnet man die Anzahl der produzierten Gummibärchen auf das Jahr hoch, dann sind das so viele, dass eine Gummibärchen-Kette mehrmals um die Erde reichen würde.
Ganz viele bunte Gummibärchen (Bild: SWR)
Großansicht: Bunt sind sie am schönsten.Bunt sind sie am schönsten.
Zwei unerlässliche Hauptzutaten
Eine unerlässliche Zutat für Gummibärchen ist Zucker. Doch lange war Zucker ein Luxus-Gut, das die Seefahrer aus dem arabischen Raum nach Europa brachten. Normale BürgerInnen konnten sich das Süßungsmittel nicht leisten. Erst als auch in Europa Zuckerrüben angebaut wurden, war das weiße Pulver nicht nur für reiche Personen zu haben.
Nur Zucker macht natürlich noch kein Gummibärchen. Die ersten Fruchtgummis behielten ihre Form erst durch die Zugabe von einem Baumharz. Kochte man dieses mit Zucker und Frucht- oder Aromastoffen auf, wurde die Masse fest und ein Fruchtgummi entstand. Heute werden die Gummibärchen mit anderen Mitteln fest, oft ist es Gelatine aus Schweineschwarten, manchmal aber auch Stärke.
 
Autorinnen: Constance Schirra, Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 22. April 2016
 
Links zum Thema
Trickfilm: Gibt es guten Zucker?
http://www.kindernetz.de/motzgurketv/-/id=248850/nid=248850/did=359836/52x3x7/index.html
Zucker - Worin er enthalten ist – wie er hergestellt wird
http://www.kindernetz.de/motzgurketv/themen/-/id=248904/nid=248904/did=290096/phhtdk/index.html
 
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