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Eurotunnel

Reisen unter dem Meer

 
Die Bauarbeiter im Tunnel (Bild: dpa)
Großansicht: Die weltbesten BauarbeiterDie weltbesten Bauarbeiter
Vom Festland zu einer Insel reist es sich am besten mit dem Schiff. Von Frankreich nach England gibt es aber auch noch einen anderen Weg: durch den Eurotunnel.
Er verbindet Calais und Folkestone - 40 Meter unter dem Meeresboden vom Ärmelkanal.
1985 beginnen die Bauarbeiten. Für den Tunnel werden riesengroße Bohrer gebaut. An den Maschinen arbeiten die besten Bauarbeiter der Welt, die "Tunneltiger".
Zwei Arbeiter tauschen englische und französische Fahnen (Bild: Eurotunnel)
Durchbruch geschafft!
Die "Tunneltiger" bohren sich durch die fast wasserdichte Kalkschicht unter dem Meer, ein Trupp startet in Frankreich, der andere in England.
An Land halten Ingenieure den Tunnelbau mit Hilfe computergesteuerter Laserstrahlen auf Kurs - so exakt, dass die Tunnelenden nur zwei Zentimeter von einander abweichen, als Engländer und Franzosen am 1. Dezember 1990 den Durchbruch schaffen.
Verladen von Autos am Eurotunnel (Bild: dpa)
Großansicht: Ab in den TunnelAb in den Tunnel

Vier Jahre später rollen am 6. Mai 1994 Züge durch den Tunnel, von Calais nach Folkestone und zurück. Für die Fahrt wurde auch ein besonderer Zug konstruiert.
Seine Lokomotiven sind stärker als alle anderen Zugmaschinen. Das müssen sie auch sein, schließlich transportieren sie auf ihren Waggons bis zu 120 Autos und zwölf Busse durch den längsten Unterwassertunnel der Welt.
Mit 35 Minuten geht die Reise unter dem Meer jetzt natürlich viel schneller als über das Meer - aber dafür gibt es es auch viel weniger zu sehen.
 
Autorin: Constance Schirra 
Letzte Änderung am 06. Mai 2011