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Feuerwerk

Wenn der Himmel explodiert

 

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Feuerwerk über der Stadt (Bild: dpa)
Feuerwerk über der Stadt
Einmal im Jahr, in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar lässt es den Nachthimmel in bunten Farben erstrahlen: das Silvester-Feuerwerk.
Die Geschichte des Feuerwerks beginnt mit der Erfindung des Schwarzpulvers vor mehr als 1000 Jahren in China. Die Chinesen stopften das Pulver in einen Bambusstock und schossen diesen Feuerpfeil mit einem gewaltigen Krachen ab.
Das Feuerwerk sollte böse Geister vertreiben oder wurde bei Festen einfach so zum Spaß gezündet.
blaues Feuerwerk (Bild: dpa)
Blaues Feuerwerk
In Deutschland ist das private Feuerwerk zu Silvester fester Brauch: Etwa 100 Millionen Euro geben die Deutschen für Böller und Raketen aus. Aber Vorsicht: Das Spiel mit den Krachern ist nicht ungefährlich und in den letzten Jahren haben sich immer mehr Kinder und Jugendliche dabei verletzt; und natürlich Tiere, die sich vor dem Knallen der Raketen ohnehin meist fürchten.
Richtig große Feuerwerke dürfen nur so genannte Pyrotechniker veranstalten. "Pyros" ist griechisch und heißt übersetzt "Feuer". Sie müssen sich sehr gut auskennen und genau wissen, wie die chemischen Verbindungen funktionieren und welche Farben dabei herauskommen. Denn das schönste am Feuerwerk sind natürlich die knallbunten Farben.
Ob rot, grün oder gelb, runde oder eckige Formen – die glitzernden Bilder werden immer ausgefallener und farbenprächtiger. Nur eins ist für die Chemiker bei der Feuerwerksherstellung richtig schwierig: Die Farbe Blau zu mischen. Für keine andere Farbe sind so exakte Mischungen notwendig.
Feuerwerk am Nachthimmel (Bild: dpa)
Feuerwerk am Nachthimmel
In Europa gibt es das Schwarzpulver etwa seit dem 13. Jahrhundert. Zwei Mönche experimentierten mit dem zündenden Gemisch: Roger Bacon aus England und Constantin Anklitzen aus Freiburg.
Letzterer nahm bei seinem Eintritt ins Kloster den Namen Berthold an. Und weil er so begeistert von schwarzer Magie war, bekam er den Beinamen „der Schwarze“. Von diesem „Berthold dem Schwarzen“ hat das Schwarzpulver auch seinen Namen.
 
Autorin: Constance Schirra 
Letzte Änderung am 29. Dezember 2011