Was gibt's zu essen
Fischstäbchen: Mogelpackung für Kinder
Fischstäbchen in der Pfanne
Fischstäbchen schmecken lecker, sind praktisch grätenfrei und sehen überhaupt nicht nach Fisch aus. Das war auch Absicht, als die Fischstäbchen 1955 in England erfunden wurden.
Kinder sollten viel Fisch essen, weil er gesund ist. Das zu erreichen war aber gar nicht so einfach, denn die meisten Kinder ekelten sich vor den Gräten und der schuppigen Haut.
Ganz nackt ohne Panade..
Deshalb kamen Mitarbeiter der Tiefkühkost-Firma "Birds Eye" 1955 auf die Idee, Fisch mal in ganz anderer Form anzubieten. Das neue Produkt sollte Kindern gut schmecken und für die Eltern einfach zu kochen sein.
"Birds Eye" presste den Fisch in Stäbchen, umhüllte ihn mit Ausbackteig und Paniermehl und gab dem neuen Produkt den Namen "Hering Savoury" ("Schmackhafter Hering"). Aber genau da lag das Problem.
Das Essen ist fertig!
Die Herings-Fischstäbchen kamen bei den Kindern nämlich überhaupt nicht gut an. Erst, als sich "Birds Eye" dazu entschied, Hering durch Kabeljau zu ersetzen, waren Fischstäbchen plötzlich in aller Munde.
Trotzdem haben die Fischstäbchen keinen guten Ruf. Der Grund: Früher hat die Industrie Fischabfälle zerkleinert und das Mus mit in die Fischstäbchen gemixt. Öko-Tests haben aber gezeigt, dass heute keine Abfälle mehr in Fischstäbchen sind.
Autorin: Constance Schirra