Flugzeug
Zwei Brüder heben ab
Fuer die vollständige Darstellung brauchst du Javascript und den Flash-Player.
Wilbur Wright präsentiert sein Flugzeug in Paris.
Am Morgen des 17. Dezembers 1903 bläst ein kühler Wind am Strand. Propellerlärm tönt auf. Ein wackliges Gerät mit zwei Tragflächen bewegt sich langsam über die Dünen. Dann wird es immer schneller und hebt schließlich ab.
Gerade einmal zwölf Sekunden befindet sich die Maschine in der Luft und legt dabei 36 Meter zurück. Aber was der Pilot Orville Wright da geschafft hat, ist etwas sehr Bedeutendes: Es ist der erste Motorflug der Geschichte.
Ein Fliegerdenkmal erinnert heute an den ersten Motorflug.
Orville und sein Bruder Wilbur hatten zusammen eine Fahrradwerkstatt. Die beiden waren sehr technikbegeistert. Ihr großes Vorbild war der Deutsche Otto Lilienthal, dem 1891 ein Flug mit einem Gleitflieger gelungen war.
Nach erfolgreichen Versuchen mit selbstgebauten Doppeldecker-Gleitflugzeugen, ließen sie einen kleinen Motor einbauen. Mit einer Steuereinrichtung gelang es ihnen auch längere Zeit frei zu fliegen. 1909 umkreiste Wilbur so sogar die Freiheitsstatue in New York.
Lindbergh (l.) vor seinem Flugzeug "Spirit of St. Louis".
Fliegen war am Anfang eine ziemlich windige Angelegenheit. Passagiere konnten nur in offenen Maschinen reisen.
Erst als der deutsche Flugzeugbauer Junkers 1919 eine Maschine mit geschlossener Passagierkabine baute, wurde das Fliegen bequemer und es gab auch die ersten Linienflüge.
1927 gelang Charles Lindbergh als Erstem ein Alleinflug über den Atlantik. Er brauchte dafür 33,5 Stunden.
Echt riesig, so ein Triebwerk!
Seit 1938 können auch Passagiere zwischen Europa und Amerika fliegen. Heute dauert der Flug nicht einmal mehr einen halben Tag. Eine Schiffsreise dauert dagegen eine knappe Woche.
Viel Ähnlichkeit haben die modernen Flugzeuge nun jedoch nicht mehr mit der Maschine der Brüder Wright. Der Propeller ihres Flugzeugs wurde noch über eine Fahrradkette von einem kleinen Motor angetrieben.
Das Triebwerk des neuen Riesenflugzeugs A380 ist dagegen riesengroß und hat einen Durchmesser von fast drei Metern.
Autor: Michael Grimm
Letzte Änderung am 15. Dezember 2011