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Die "Fünf Weisen"

Berater der Regierung

 
Übergabe des Jahresgutachtens 2003 (Bild: dpa)
Übergabe des Jahresgutachtens 2003
Die "Drei Weisen" kennt jeder: Sie kommen aus dem Morgenland und tragen prunkvolle Gewänder.
Die "Fünf Weisen" wissen ebenfalls eine Menge, kommen aus Deutschland und tragen Anzug und Krawatte.
Sie gehören dem "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" an. Weil der Name so lang ist, sprechen alle von den "Fünf Weisen".
Jahresgutachten der fünf Weisen (Bild: SWR)Der Sachverständigenrat wurde 1963 gegründet, am 14. Februar 1964 kamen sie dann in ihrer ersten Sitzung zusammen. Seitdem beraten die "Fünf Weisen" die Regierung.
In dem Rat sitzen fünf unabhängige ExpertInnen, die sich besonders gut mit Wirtschaft auskennen. Sie wissen, wie Arbeit und Wachstum zusammenhängen und was man alles beachten muss, damit es in der Gesellschaft möglichst gerecht zugeht.

Gruppenbild: Bundeskanzler und die fünf Weisen (Bild: dpa)
Jedes Jahr das gleiche Bild: Übergabe des Gutachtens 2002
Jedes Jahr im November übergeben die "Fünf Weisen" der Bundeskanzlerin oder dem Bundeskanzler ihr Jahresgutachten. Darin steht, was sie von der Politik der Regierung halten und was, ihrer Meinung nach, alles geändert werden müsste.
Die Regierung muss die Empfehlungen nicht umsetzen. Aber sie muss innerhalb von acht Wochen zu dem Gutachten Stellung nehmen. Wenn ein Wirtschaftsexperte wiederholt mit klugen Reden oder Artikeln auffällt, könnte es sein, dass die Bundesregierung ihn als Mitglied für den Sachverständigenrat vorschlägt.
Der Bundespräsident hat dann das letzte Wort.
Ein Weiser bleibt fünf Jahre in der Gruppe. In all den Jahren gab es übrigens nur männliche Mitglieder - bis August 2004. Da wurde Beatrice Weder di Mauro als erste Frau und mit 39 Jahren zugleich jüngstes Mitglied in den Rat berufen.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 14. Februar 2011