Politik für eine gerechte Welt?
G8 - Gruppe der Acht
Beim G8 Treffen 2009
Einmal jährlich treffen sich die Staats- und Regierungschefs von acht großen Industrieländern zu Gesprächen. Weil es dabei vor allem um wirtschaftliche Fragen geht, heißt das Treffen auch "Weltwirtschaftsgipfel".
Dabei geht es nicht nur um ihre eigenen Länder, sondern um Angelegenheiten, die die ganze Welt betreffen.
Sie diskutieren über den weltweiten Handel, den Umweltschutz, Kriege, Terrorismus und die Bekämpfung der Armut, zum Beispiel in Afrika.
Was geht sie das denn an?
Milliarden Menschen sind betroffen von der Politik der Industriestaaten, nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der acht Länder.
Deshalb, sagt die G8, tragen sie auch globale Verantwortung, also Verantwortung für die ganze Welt.
Die Gruppe der Acht ist allerdings eher wie ein Diskussions-Club, sie kann keine Gesetze erlassen.

Weltwirtschaftsgipfel- Gruppe der Acht
G6: 1975 treffen sich die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und den USA zum ersten Mal zu Gesprächen
G7: 1976 kommt Kanada hinzu
G8: seit 1994 nimmt Russlands Präsident an einigen der Gespräche teil.
Was werfen die Kritiker der G8 vor?
Demonstration gegen G8 2009
Es ist doch eigentlich gut, wenn über diese Fragen gesprochen wird, wieso protestieren dann jedes Jahr viele Tausende gegen diese Treffen?
Die Globalisierungskritiker werfen den G8-Staaten vor, dass sie vor allem im Interesse ihrer eigenen Länder handelten und es nicht ernst meinten mit ihren Versprechungen.
Sie führen zum Beispiel an, dass die 2005 gemachten Hilfszusagen für Afrika bis jetzt nicht eingehalten wurden. Es werde auch zu wenig getan, um jedem Kind bis 2015 eine Schulausbildung zu ermöglichen, was die G8 ebenfalls versprochen hat. Auch die Klimaziele werden in den Mitgliedsstaaten nicht konsequent umgesetzt.
Letzte Änderung am 22. Juni 2010