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Geheime Botschaften

Geheimschriften, -codes und -sprachen

 
Seit Jahrtausenden zerbrechen sich Menschen die Köpfe darüber, wie sie geheime Botschaften übermitteln können, so dass sie nur von Eingeweihten verstanden werden. Deshalb sind im Laufe der Geschichte viele verschiedene Geheimsprachen, Geheimcodes und Geheimschriften entstanden.
Zeichnung einer Ampel (Bild: SWR)
Die Ampel: Verschlüsselung im Alltag.
Wenn Nachrichten oder Daten geheim bleiben sollen, werden sie meist verschlüsselt; nur, wer den richtigen "Schlüssel" besitzt, kann die Botschaft verstehen.
Solche Verschlüsselungen benutzen aber nicht nur Spione und Agenten; sie sind auch im Alltag zu finden! Ein Beispiel: Wenn die Verkehrsampel auf Rot springt, halten die Autos an; die Autofahrer kennen den Code und wissen, dass Rot "Stopp" bedeutet. Für geheime Botschaften werden natürlich schwierigere Codes verwendet. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:

Zum einen kann eine Botschaft an einem sicheren Ort versteckt werden, so dass sie nur vom Empfänger gefunden werden kann. Für alle anderen Menschen ist die Nachricht also "unsichtbar". Diese Methode wird "Steganographie" genannt. Die Steganographie hat aber einen großen Nachteil: Wenn die Nachricht entdeckt wird, kann jeder den Inhalt lesen.
Die andere Möglichkeit: der Geheimcode. Dann ist deine Nachricht zwar zu sehen - aber nur diejenigen, die den Code kennen, können den Inhalt verstehen. Diese Methode wird "Kryptographie" genannt. Es gibt sogar Menschen, deren Beruf es ist, Nachrichten zu entschlüsseln - sogenannte Kryptoanalytiker. Sie entwickeln immer neue Methoden, um geheime Nachrichten knacken zu können.
 
Autorin: Sandra Goller
 
Letzte Änderung am 12. März 2012