Bundestagswahl
Das Volk entscheidet
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Wer und was wird gewählt?
Abgeordnete bei einer Abstimmung im Bundestag
Der Bundestag ist das Parlament für Deutschland. Dort werden die Gesetze für Deutschland gemacht.
598 Abgeordnete beraten, überlegen, streiten und entscheiden.
Wie eine Abstimmung ausgeht, hängt davon ab, wieviele Abgeordnete von einer Partei im Bundestag sitzen, also welche Parteien die Mehrheit haben. Und genau darüber entscheiden die Wähler. Wahlberechtigt sind alle deutschen Frauen und Männer ab 18 Jahren.
Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler wird dann nach der Wahl vom neuen Bundestag gewählt. Wer Kanzler wird, entscheiden die Wähler also nur indirekt, indem sie bestimmen, wie stark jede Partei im Bundestag ist.
Wie entscheiden sich Wähler für eine Partei?
Die Wählerinnen und Wähler überlegen sich vor der Wahl, was ihnen in der Politik besonders wichtig ist, zum Beispiel Umweltschutz, Arbeitsplätze, Bildungspolitik – welche Pläne haben die Parteien? Werden sie halten können, was sie versprechen?
Wie wird gewählt?
Stimmzettel von 2005
Bei der Bundestagswahl haben alle Wähler zwei Stimmen.
Auf den Listen für die Erststimme stehen in jedem der 299 Wahlkreise andere Namen: Hier wird eine Person gewählt, die den Wahlkreis dann im Bundestag vertritt. In der Regel gehört diese Person einer Partei an. Wer seinen Wahlkreis mit der Erststimme gewinnt, zieht sicher in den Bundestag ein, sogar, wenn seine oder ihre Partei nicht in den Bundestag kommt.
Die Hälfte der 598 Sitze im Parlament ist damit schon besetzt.
Geheime Wahl in der Wahlkabine
Die Zweitstimme geben die Wähler einer Partei. Auf der Liste stehen in jedem Bundesland andere Namen. Nach der Auszählung der Stimmen wird dann ausgerechnet, wieviel Prozent der Sitze im Bundestag eine Partei mit ihren Mitgliedern besetzen darf und ob die Partei überhaupt in den Bundestag einzieht.
Am Wahlsonntag sind zum Beispiel in Schulen Wahllokale eingerichtet. Dort zeigen die Wähler Ausweis und Wahlkarte und bekommen den Stimmzettel.
Damit gehen sie in eine Wahlkabine, in die niemand reinschauen kann, und kreuzen einen Kandidaten und eine Partei an. Dann kommt der Stimmzettel in die verschlossene Urne. Fertig.
Und dann wird's spannend
Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Die Urnen werden geöffnet und die Stimmen ausgezählt.
Tagsüber sind in einigen Stimmbezirken Umfragen gemacht worden. Aus diesen Daten werden die ersten Hochrechnungen gemacht, die zeigen, wie das Ergebnis wahrscheinlich aussieht. Im Lauf des Abends wird die Rechnung immer genauer, weil dann schon Wahlkreise richtig ausgezählt sind.
Das richtige Ergebnis steht dann erst spät in der Nacht fest.
Autorin: Aurelia Amann
Letzte Änderung am 23. September 2009