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Labyrinth

Auf der Suche nach der Mitte

 

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Großaufnahme eines Steinlabyrinths (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Labyrinth aus SteinLabyrinth aus Stein
Ein langer verschlungener Weg führt auf eine Mitte zu, biegt wieder ab und endet doch im Zentrum.
Das Labyrinth ist eines der ältesten Symbole der Menschheit: Es ist in vielen alten Kulturen zu finden: auf indianischen Felszeichnungen, auf griechischen Silbermünzen oder auf römischen Mosaikböden.
Manche Labyrinthe bestehen aus aufgetürmten Steinen, andere sind einfach mit Sand auf die Erde gestreut.
Manche Städte oder Gemeinschaften feiern am 13. Oktober den Tag des Labyrinths - oft mit einem großen Feuer.
Fußbodenlabyrinth (Bild: picture-alliance/MAXPPP)
Großansicht: Labyrinth in ChartresLabyrinth in Chartres
Für alle Labyrinthe gilt: sie haben einen Mittelpunkt. Für viele Menschen ist das Labyrinth deshalb ein Symbol für das Leben. Der Weg ins Innere des Labyrinths steht für viele auch für den Weg zu sich selbst, zur eigenen Mitte. Und genau die suchen viele Menschen.
Eines der berühmtesten Labyrinthe ist in der Nähe der französischen Hauptstadt Paris, in der Kathedrale von Chartres. Das Fußboden-Labyrinth hat einen Durchmesser von 12 Metern, wer dem Pfad bis zur Mitte folgt, legt aber eine viel längere Strecke zurück: fast 300 Meter!
Der Weg ist lang und hat viele Wendungen. Wer dem Pfad folgt ist gleich zu Beginn nah an der Mitte und dann wieder weit weg.
Kinder winken in einem Heckenlabyrinth (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Verirren erwünschtVerirren erwünscht
Oft werden Irrgärten mit vielen Sackgassen und Irrwegen fälschlicherweise als Labyrinth bezeichnet. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Labyrinth und Irrgarten:
In einem Irrgarten gibt es nicht nur einen Weg in die Mitte, sondern viele Abzweigungen. Die meisten Pfade sind aber Sackgassen und enden im Nichts. Deshalb kann es ganz schön schwierig werden, aus einem Irrgarten wieder herauszufinden.
 
Autorin: Carmen Wagner 
Letzte Änderung am 08. Oktober 2009