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Live Aid / Live8

Großkonzert für Afrika

 
Live8-Plakat (Bild: SWR)
Live8-Plakat
Es war das größte Konzertereignis der Geschichte. Mehr als zwei Millionen Menschen haben am 2. Juli 2005 in zehn Städten auf vier Kontinenten eines der Live8 Konzerte besucht - mit dabei Berlin, London, Rom, Paris, Johannesburg, Tokio und Toronto. Weitere zwei Milliarden verfolgten die Shows am Fernseher, Radio oder im Internet.
20 Jahre nach dem legendären Live Aid Konzert hat der Initiator Bob Geldof mit Live8 wieder einen Konzert-Marathon auf die Beine gestellt. Für einen Tag war die Welt vereint im Kampf gegen die Armut in Afrika.

Bob Geldof (Bild: dpa)
Großansicht: Bob GeldofBob Geldof
Anders als 1985 ging es Geldof bei Live8 2005 nicht um eine Spendenaktion für Afrika, sondern er richtete sein Anliegen direkt an die politisch Verantwortlichen. Wie alles begann:
Wenn das Fernsehen Bilder von Hungerkatastrophen zeigt, sind viele Menschen erschüttert und wollen gerne helfen. So ging es auch dem irischen Rockmusiker Bob Geldof. Er sah Mitte 1984 eine Reportage über die Hungersnot in Äthiopien.
Geldof war entsetzt und vor allem schockiert darüber, dass so wenig gegen das Elend getan wurde. Sofort entschloss er sich, zu helfen. Als Sänger der Gruppe "the boomtown rats" trommelte Geldof einige Kollegen zur "Band Aid" zusammen.
Dabei heißt "Band" nicht nur Musikgruppe, sondern in Verbindung mit "Aid" auch "Heftpflaster". Und tatsächlich hat diese Aktion Afrika sehr geholfen.
Die 36 Stars, die unter diesem Namen den Hit "Do they know it's Christmas/Feed the World" aufnahmen, sorgten dafür, dass auf dem Konto der Afrikahilfe über 13 Millionen Euro eingingen. Das war schon eine Menge Geld - aber noch längst nicht genug, fand Geldof.
Bühne und Zuschauermenge bei Live Aid (Bild: dpa)
Live Aid Konzert 1985
Deshalb organisierte er das größte Ereignis der Musikgeschichte, das "Live Aid".
Elton John, Paul McCartney, Mick Jagger, Dire Straits, Madonna - fast alle berühmten Musiker traten am 13. Juli 1985 umsonst auf. Die Konzerte waren an zwei verschiedenen Orten: Im Londoner Wembley Stadion und im John-F. Kennedy Stadion in Philadelphia. Phil Collins schaffte es sogar auf beiden Bühnen zu spielen.
Die gigantische Show dauerte von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr morgens. 70.000 Zuschauer waren allein in London dabei, rund eine Milliarde Menschen in 169 Ländern sahen am Fernseher zu - und wurden immer wieder gebeten, für Afrika zu spenden. So kamen 75 Millionen Euro zusammen.
Bob Geldof mit einem kleinen äthiopischen Mädchen (Bild: dpa)
Großansicht: 2003 besuchte Bob Geldof Äthiopien2003 besuchte Bob Geldof Äthiopien
Geldof freute sich aber fast noch mehr über die Wirkung von "Live Aid". Mit so einer großen Aufmerksamkeit hatte er nicht gerechnet.
Es gab später noch einige andere Benefiz-Veranstaltungen von Künstlern, zum Beispiel für die Opfer der Apartheid oder Aidskranke. Geldof selbst wurde für sein Engagement von der englischen Königin zum Ritter geschlagen.
Vor dem Weihnachtsfest 2004 wurde "Do they know it's Christmas" neu aufgelegt. Dabei singen Stars mit, die schon beim ersten Band Aid-Projekt mitgemacht haben, Madonna zum Beispiel, aber auch Künstler wie Jamelia oder der Coldplay-Sänger Chris Martin. Das Projekt heißt "Band Aid 20" und soll wieder Geld für die Hungerhilfe in Afrika einspielen.
 
Autorin: Constance Schirra 
Letzte Änderung am 11. Juli 2007
 
 
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