Kinder- und Hausmärchen
Die Märchensammlung der Brüder Grimm
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Hänsel und Gretel
Es waren einmal fantastische Geschichten, weiter gegeben von Mund zu Mund von Generation zu Generation. Sie erzählen von schönen Prinzessinnen und verzauberten Prinzen, von gütigen Feen und bösen Stiefmüttern, von kauzigen Zwergen und schrecklichen Riesen, von hungrigen Wölfen und gestiefelten Katern. Und am Ende siegt das Gute über das Böse.
Märchen entstanden in Zeiten, in denen sich die Menschen in ihren Stuben versammelten und die Heimarbeit mit Singen, Spielen und dem Erzählen gruseliger Geschichten verbanden.
Märchenerzähler wanderten von Ort zu Ort und zogen die Menschen mit ihren spannenden Erzählungen in den Bann.
Die Brüder sammeln Märchen
Die Brüder Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) waren fasziniert von diesen Geschichten. Sie sammelten die Erzählungen, um sie zu bewahren und ihre Leidenschaft sprach sich schnell herum.
Sie hatten bald mehr als 50 InformantInnen, meist waren es Frauen, die sie mit Märchen versorgten: Von Frau Holle, dem Froschkönig, Hänsel und Gretel, Rumpelstilzchen oder Schneewittchen.
"Märchenfrauen"
Die wichtigsten „Märchenfrauen“ waren Marie Hassenpflug und Dorothea Viehmann.
Marie Hassenpflug erzählte den Grimms 20 Geschichten - darunter Dornröschen, Brüderchen und Schwesterchen und Rotkäppchen - Dorothea Viehmann sogar fast 40.
Sie arbeitete im Gasthaus ihres Vaters und konnte sich die Geschichten der durchreisenden Gäste wortwörtlich bis ins hohe Alter merken.
Kinder- und Hausmärchen, 1843
Die beiden Brüder schrieben die Texte auf und ihr erster Märchenband erschien 1812 unter dem Titel „Kinder- und Hausmärchen (KHM)“. Er wurde immer wieder überarbeitet und umfasste schließlich 240 so genannter Volksmärchen.
Die Märchen der Brüder Grimm fesseln noch heute - Kinder wie Erwachsene. Sie sind inzwischen in mehr als 160 Sprachen übersetzt und zählen zu den bekanntesten Büchern der deutschen Kulturgeschichte.
Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation) hat sie 2005 in das „Weltdokumentenerbe der Vereinten Nationen“ aufgenommen.
Autorin: Ursi Zeilinger
Letzte Änderung am 02. Dezember 2009