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Glühbirne

Licht im Dunkel

 

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Webcam-Bild der Glühbirne in der Feuerwache (Bild: SWR)
Webcam-Bild der Glühbirne in der Feuerwache
Sie brennt und brennt und brennt: In einer Feuerwache in Kalifornien leuchtet seit 1901 ununterbrochen dieselbe Glühbirne.
Die handgeblasene Vier-Watt-Birne ist damit die älteste brennende Birne der Welt - keine andere hat seit Erfindung der Glühbirne so lange durchgehalten.
Da eine Webcam auf die Glühbirne gerichtet ist, lässt sich jederzeit prüfen, ob sie noch brennt.
Die Glühbirne heißt eigentlich Glühlampe oder Glühlicht. Als ihr Erfinder gilt der amerikanische Wissenschaftler Thomas Edison - allerdings zu Unrecht. Denn eigentlich hat der deutsche Uhrmacher Heinrich Goebel 1854 das erste Glühlicht konstruiert. Nur leider gab es damals noch kein Stromnetz, weshalb Goebel niemanden vom Nutzen der Glühbirne überzeugen konnte. Seine Idee wurde vergessen.
Glühdraht in einer Glühbirne (Bild: SWR)
Glühdraht einer modernen Glühbirne
1879 entwickelte Edison Goebels Prinzip weiter. Auf der Suche nach einem geeigneten Glühdraht testete er mehr als 2000 Materialien. Dann probierte er es mit einem verkohlten Baumwollfaden, und siehe da: Die Birne brannte 40 Stunden.
Am 19. Oktober 1879 war für Edison klar: Die Erfindung ist marktreif. Jetzt mussten nur noch Käufer gefunden werden.
Der Tüftler baute in New York ein Elektrizitätswerk, das Haushalte und Fabriken mit Strom versorgte.
1880 gab es die ersten Glühbirnen zu kaufen. Sie gaben inzwischen Licht für 150 Stunden. Und doch wollte sie niemand haben.
Zwar fanden die Menschen die Glühbirne nützlich, hielten aber nichts von elektrischem Strom. In sieben Jahren gewann Edisons Firma nur 500 Kunden dazu. Bis zur Jahrhundertwende fanden dann allerdings immer mehr Menschen Gefallen am elektrischen Licht - eben auch die Feuerwehrleute in der Feuerwache Nummer sechs in Livermoore.
Energiesparlampe (Bild: SWR)
Großansicht: EnergiesparlampeEnergiesparlampe
Das Ende der Glühbirne ist in Sicht: Am 18. März 2009 beschloss die Europäische Union, zum Schutz der Umwelt ab 2012 nur noch Energiesparlampen zu erlauben, die viel weniger Strom verbrauchen.
Die Fans der "alten" Glühbirne finden das gar nicht gut. Sie kritisieren, dass in Sparlampen umweltschädliches Quecksilber ist. Sie müssen also in den Sondermüll, wenn sie kaputt sind. Und sie finden, dass nur die alten Glühbirnen richtig gemütliches, warmes Licht geben und viel schöner sind.
 
Autorin: Constance Schirra, Aurelia Amann 
Letzte Änderung am 18. März 2009
 
 
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