Bernhard Grzimek

Tierfreund, Naturschützer, Fernsehmoderator

 
Ein Mann hält einen kleinen Orang Utan im Arm (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Grzimek einem jungen Orang UtanGrzimek einem jungen Orang Utan
Sein ganzes Leben widmete er dem Tierschutz: Bernhard Grzimek (ausgesprochen: Dschimmeck). Am 24. April 2009 wäre er 100 Jahre alt geworden.
Im Fernsehen informierte er darüber, dass viele Tierarten vom Aussterben bedroht sind und geschützt werden müssen. Dafür sammelte er in den 1960er und 70er Jahren in der damals legendären Sendung "Ein Platz für Tiere" Spenden für den Naturschutz - mehr als 30 Millionen D-Mark (15 Millionen Euro).
Grzimek setzte sich aktiv für den Naturschutz ein. Er verfolgte Wilderer in Afrika. Er klagte Regierungen an, weil diese das Töten von Babyrobben nicht verhinderten. Oder er diskutierte mit Staatschefs im Auftrag des Naturschutzes.
Giraffen in Naturpark (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Giraffen in NaturparkGiraffen in Naturpark
Mit seiner Arbeit legte Bernhard Grzimek den Grundstein für den Aufbau von 14 Nationalparks in Afrika. So konnte die einzigartige Artenvielfalt in Afrika erhalten werden. Der Serengeti-Nationalpark lag ihm dabei besonders am Herzen. Das ist ein Gebiet im nordöstlichen Teil Tansanias (Ostafrika).
Über das Serengeti-Reservat drehte er auch einen Film mit dem Titel: "Serengeti darf nicht sterben". Dieser gewann 1960 als bis dahin einziger Tierfilm einen Oscar.
Flugzeug mit schwarz-weißen Streifen bemalt (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Zebra-FlugzeugZebra-Flugzeug
Der Tiermediziner und Verhaltensforscher führte zusammen mit seinem Sohn Michael viele Studien an den Tieren im Serengeti-Gebiet durch.
In einem Flugzeug, das mit Zebrastreifen bemalt war, überflogen die beiden gemeinsam das afrikanische Land und beobachteten die Laufwege der Tierherden.
Der Nachbau der berühmten Einpropellermaschine kann im Zoo Frankfurt bewundert werden.
Luftaufnahme Zoo Frankfurt (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Zoo FrankfurtZoo Frankfurt
In diesem Zoo war Bernhard Grzimek vom Ende des zweiten Weltkriegs bis ins Jahr 1974 Direktor. Er bewahrte den Zoo erst vor der Schließung und baute ihn später zu einem der modernsten Deutschlands aus.
Und immer wieder berichtete er von seiner Arbeit mit den Tieren im Fernsehen. Dabei moderierte er selten allein, seine Freunde waren immer dabei: Schimpanse, Gepard, Löwe, Gorilla, Pinselschwein und viele andere.
 
Autor: Matthias Pöls
 
Letzte Änderung am 20. April 2009