Am 30. Juni 1992, wurde zum ersten Mal in Deutschland mobil mit einem Handy im digitalen Netz telefoniert. Heute hat unser Land mehr Mobilfunkverträge als Einwohner.
Ausrangierte "Knochen"
Die ersten Handys sind groß und wiegen manchmal ein halbes Kilo, heute dagegen nur noch ein paar Gramm. Und dabei können sie viel mehr als ihre Vorgänger.
Die waren nämlich hauptsächlich zum Telefonieren gedacht. SMS - der "Short Message Service" war anfangs eine kleine Beigabe und kostenfrei. Niemand hatte damit gerechnet, dass ausgerechnet die kleinen Textnachrichten auf dem Mobiltelefon so beliebt werden würden.
Romantik per MMS
Die SMS wurde das Kommunikationsmittel einer jungen Generation und mit ihr tauchten plötzlich viele Kürzel im Sprachgebrauch auf: "HDGDL - Hab dich ganz doll lieb" oder VLG - "viele liebe Grüße".
Das "simsen" - wie das versenden einer SMS genannt wird - fand sogar Einlass in den Rechtschreib-Duden.
SMS ist längst auch mit Foto und Ton möglich, heißt dann aber MMS: "Multimedia Messaging Service".
In ständigem Kontakt
Gerade für Jugendliche ist ein Handy unverzichtbar. Möglichst bunt und mit Anhänger, gehört es zum persönlichen Erkennungszeichen und garantiert dauernde Erreichbarkeit.
Heute ist das Handy multifunktional: Telefon, MP3-Player, Digitalkamera, Internet, Organizer und bald auch mobiles TV in einem Gerät.
Die mobile Kommunikation hat den Alltag verändert. Die einen graust der Gedanke, immer erreichbar zu sein, die anderen fühlen sich durch das Handy freier und tragen ihr "jawwal" überall mit hin. Jawwal? Da ist arabisch und bedeutet: "Das, das durch die Gegend spaziert".
Autorin: Constance Schirra
Letzte Änderung am 30. Juni 2007
Links zum Thema
Noch mehr zu Computer, Handy & Co. http://www.kindernetz.de/infonetz/computerundmedien/-/id=177198/fuxrif/index.html