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Blue Jeans

Arbeitshose für Goldgräber und Politiker

 

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Eine Blue Jeans (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Ideal für Goldgräber..Ideal für Goldgräber..
Angefangen hat alles 1848, als der 18-jährige Levi Strauss von Deutschland nach Amerika auswanderte. Amerika war damals im Goldrausch und auch Levi zog es nach Westen in die Goldgräbercamps.
Auf der Suche nach einer neuen Geschäftsidee entdeckte Levi, dass die Goldsucher strapazierfähige Hosen brauchten. Aus Segeltuch, das Levi eigentlich als Zelt- oder Wagenplane verkaufen wollte, ließ er von einem Schneider Hosen nähen.
Nieten an den Taschen (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Stabil durch NietenStabil durch Nieten
"Levi's Hosen" wurden ein voller Erfolg.
Etwa 20 Jahre später brachte der Schneider Jacob Davis an Nähten und Taschen Nieten zur Verstärkung an. Er war es wohl leid, sie immer wieder zu reparieren. Er ging mit seiner Idee zu Levi Strauss.
Am 20. Mai 1873 meldete Levi die Nietenhosen zum Patent an. Dieser Tag gilt als Geburtsstunde der Jeans.
Eine Levis 501 (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Legendär: die "501"Legendär: die "501"

Im Zweiten Weltkrieg sind Levis Jeans die Uniformhosen der amerikanischen Armee.
Und so erreicht die Jeanshose Europa.
Später wurde aus der Arbeitshose ein Kultobjekt: Stars wie James Dean, Marilyn Monroe oder Marlon Brando machten sie salonfähig.

Joschka Fischer in Jeans (Bild: dpa)
Großansicht: Der erste Minister in Jeans und Turnschuhen.Der erste Minister in Jeans und Turnschuhen.
Die legendäre 501er - diese Zahl war ursprünglich die Produktionsnummer für den Stoff der Levis Jeans - war für viele Jugendliche, wie Hippies und Punker, ein Protestzeichen gegen die etablierte Gesellschaft.
1985 schließlich ersetzte die Jeans auch in der Politik den dunklen Anzug. Zum Gruppenbild der hessischen Regierung kam "Turnschuhminister" Joschka Fischer, wie sein Spitzname schon verrät, in Turnschuhen und - in Jeans.
 
Autorin: Friederike Wilhelmi 
Letzte Änderung am 20. Mai 2011