Kaugummi
Ein klebriges Souvenir
Kaugummi-Blasen machen Spaß
Es entspannt die Mundmuskulatur und soll dadurch sogar das Denken fördern: Kaugummikauen. Diese Wirkung kannten schon die Steinzeit-Menschen. Sie kauten Baumharze und Birkenpech mit Honig. Ägypter, Griechen und Römer knabberten das Harz vom Pistazienbaum.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam der Durchbruch: Mit dem milchigen Saft eines Tropenbaumes, Chicle genannt, begann die Kaugummiproduktion. Der erste Kaugummi aus Chicle war völlig geschmacklos.
Heute wird Kaugummi noch aus der gleichen klebrigen Kaumasse hergestellt - künstlich natürlich und mit viel Zucker, Weichmachern und Aromastoffen.
Bubble-Gums in vielen Farben
Es gibt Kaugummi in allen Formen und Farben, rund oder eckig, bunt oder grau - aber immer klebrig!
Und genau diese Eigenschaft kann hohe Kosten und viel Ärger verursachen. Dann nämlich, wenn Leute ihn auf die Straße spucken. Kaugummi von der Schuhsohle zu ziehen ist fast unmöglich und die Städte geben viel Geld aus, um Straßen und Bürgersteige von zähen Kaugummiplacken zu säubern.
In der englischen Stadt Liverpool gibt es deswegen eine Kaugummi-Steuer. Und im asiatischen Singapur dürfen Kaugummis nur in Apotheken verkauft werden - und nur an Kunden, die ihren Namen und ihre Passnummer angeben.
Wenn allerdings klappt, was irischer Forscher vorhaben, könnten solche Sicherheitsmaßnahmen bald überflüssig werden. Sie wollen einen biologisch abbaubarer Kaugummi herstellen, der ganz von selbst wieder von der Straße verschwindet: Der Kaugummi verrottet einfach irgendwann.
1945: Soldaten verteilen Kaugummis
Seine Beliebtheit und Verbreitung in Deutschland verdankt der Kaugummi vor allem amerikanischen Soldaten. Sie waren nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen Orten Deutschlands stationiert und kauten viel Kaugummi. Vor allem bei Kindern war die bislang unbekannte Süßigkeit sehr beliebt.
Ist sie natürlich immer noch. Aber auch viele Erwachsene finden Kaugummikauen chic oder cool. Manche benutzen ihn als Medizin: gegen Karies, Übelkeit, Übergewicht oder als Hilfe gegen Rauchen. Manche Kaugummis sollen sogar die Konzentration steigern - und trotzdem ist Kaugummikauen in manchen Schulen verboten.
Natürlich schmecken Kaugummis auch ganz unterschiedlich. Deutsche KauerInnen mögen übrigens besonders gerne Frucht- und Minzgeschmack.
Und natürlich macht es Spaß, Kaugummi-Blasen platzen zu lassen: Plopp!
Autor: Darko Stanzer
Letzte Änderung am 05. Januar 2009
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| Links zum Thema |
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BR-Kinderinsel - Ist Kaugummi besser als sein Ruf?
http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/00816/ |
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