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Waslaw Nijinski - das Ausnahmetalent

 
Der bereits verstorbene Tänzer und Choreograph Waslaw Nijinski tanzt auf einem schwarz-weiß Bild ohne Hintergrund. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Sprungkraft und AusdrucksstärkeSprungkraft und Ausdrucksstärke
Auf seinem Höhepunkt als Tänzer, im Jahr 1909, nannten ihn die ZuschauerInnen den "König der Tänzer“ oder auch das "achte Weltwunder“ - Waslaw Nijinski. Denn der gebürtige Russe war ein Ausnahmetänzer des klassischen Balletts.
Für die Familie Nijinski gehörte Tanzen zum Leben: Vater Nijinski war Tanzmeister, die Mutter eine Ballerina in der Ukraine. Beide hielten es für eine gute Idee, ihren neunjährigen Sohn auf die kaiserliche Ballettschule nach St. Petersburg zu schicken. Weit weg von seinen Eltern schaffte er es, sich als Tänzer durchzusetzen. Mit 16 Jahren durfte er Mitglied der Ballettgruppe des berühmten "Mariinsky Theaters“ sein. Damit war Waslaw Nijinski einer der jüngsten Tänzer dieser kaiserlichen Oper.
Tänzer steht mit einem Bein auf dem Rücken eines anderen Tänzers (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Szene aus "Nijinski" - das BallettSzene aus "Nijinski" - das Ballett
Den endgültigen Durchbruch schaffte er bei einem Auftritt in Paris: Bei seinen Sprüngen schien er zu schweben – das Publikum war begeistert. Selbst bei den schwierigsten Balletttechniken sah es so aus, als müsste er sich gar nicht anstrengen. Und dann war er auch noch ein guter Schauspieler.
Doch sein Erfolg endete jäh: Erst trennte er sich im Streit von dem berühmten Choreografen Sergei Diaghilew. Mit ihm hatte Waslaw seine größten Erfolge gefeiert, ihm verdankte er seinen Aufstieg.
Dann wurde Nijinski während des ersten Weltkriegs verhaftet. Nachdem er wieder auf frei war, wurde er krank - wahnsinnig.
Jiri Bubenicek tanzt in der Rolle des Vaslaw Nijinski in der Fotoprobe des Balletts "Nijinski" am Hamburger Ballett. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Nijinski-AufführungNijinski-Aufführung
Die besten Mediziner wurden zu ihm geschickt, um zu helfen. Und immer wieder hofften die Menschen in aller Welt, der Ausnahmetänzer könnte erneut tanzen und seine fabelhaften Sprünge zeigen.
Doch Waslaw Nijinski kam nie wieder richtig zu sich. Er lebte noch mehr als 30 Jahre, jedoch ohne mit seinen Mitmenschen in Kontakt treten zu können.
Nijinski starb 1950 in London - doch das russische Ausnahmetalent, der Erneuerer des Balletts, bleibt Ballettfans bis heute unvergessen.
 
Autor: Matthias Ebert
 
Letzte Änderung am 23. September 2008
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
 
 
 
 
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