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Börsenhandel

Marktplatz für Aktien und andere Wertpapiere

 
Börsenhändler  mit mehreren Telefonen (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Ein Telefon reicht nicht :-)Ein Telefon reicht nicht :-)
Was sich an einer Börse tut, sieht ziemlich geheimnisvoll aus: Ganz viele Männer und Frauen sitzen vor ihren Computern, oft haben sie mehrere Bildschirme am Platz, sie tippen und telefonieren manchmal mit mehreren Telefonhörern.
Manchmal werden sie ganz hektisch und schreien, jubeln oder schlagen entsetzt die Hände vor dem Gesicht zusammen. Und worum dreht sich die ganze Aufregung? Um Geld.
Moderner Marktplatz
Eigentlich ist die Börse ein Marktplatz, nur bringen die Händler keine Waren mit. Sie handeln mit Wertpapieren, zum Beispiel Aktien, das sind Anteile an einer Firma. Lange Gesichter gibt es, wenn alle teure Aktien gekauft haben, weil sie glauben, dass es eine Firma gute Geschäfte macht und sich dann herausstellt, dass das gar nicht stimmt.
Dann spricht man davon, dass "eine Blase platzt". Die teuren Aktien sind auf einmal kaum noch etwas wert, ihre Besitzer verlieren viel Geld.
Blühende Tulpen in verschiedenen Farben (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Tulpen - früher exotischTulpen - früher exotisch
Rummel um Tulpen
Das erste Mal ist so etwas 1637 in Holland passiert: Im 17. Jahrhundert waren Tulpen dort sehr begehrt. Die Blumenzwiebeln kamen aus Zentral-Asien und waren sehr selten. Alle wollten die Zwiebeln kaufen, es gab aber nur wenige. Also stieg der Preis. Viele Händler machten an den Börsen Gewinn, indem sie Tulpen-Wechsel (ein Wertpapier) kauften und für mehr Geld wieder verkauften.
Als einige Tulpenzwiebeln mehr Geld als ein Haus kosteten, bekamen manche Händler Angst: Was, wenn Mäuse die kostbaren Zwiebeln fressen oder plötzlich Rosen in Mode kommen? Die Ersten verkauften ihre Tulpenwechsel und Viele machten es ihnen nach.
Die Preise stürzten in den Keller und die Menschen verloren das Geld, das sie bezahlt hatten. Zu viele wollten plötzlich verkaufen und der Wert der Tulpenzwiebel-Wechsel sank.
Börse in Stuttgart
Großansicht: Handel im BörsensaalHandel im Börsensaal
Börsenkrach und Tulpenmanie
Die sogenannte holländische "Tulpenmanie" am 7. Februar 1637 war der erste Börsenkrach der Geschichte.
Solche Preis-Zusammenbrüche an Börsen gab es danach immer wieder: in New York im Jahr 1929, aber auch in Deutschland am 13. Mai 1927.
Weil dieser Börsenkrach wie manch andere an einem Freitag war, wird häufig von einem "Schwarzen Freitag" gesprochen, wenn die Preise an der Börse fallen.
 
Autorin: Cornelia Stenull / Aurelia Amann
 
Letzte Änderung am 10. Mai 2012
 
Anzeigetafel für den DAX-Index (Bild: dpa Picture-Alliance)

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