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DM-Vernichtung

 
Animation: Aus einem 100 DM-Schein wird ein 100 Euro-Schein (Bild: SWR)Der Euro kam und die Mark musste gehen. Das war aber nicht so einfach, wie es sich anhört:
Viele Milliarden DM mussten gelagert, bearbeitet und schließlich vernichtet werden. Inzwischen ist die Entwertung der alten DM-Scheine und -Münzen so gut wie abgeschlossen; nur noch vereinzelt kommt es vor, dass Menschen Ersparnisse aus der Zeit vor der Euro-Einführung zur Bank bringen. Und das, obwohl noch immer DM-Scheine und -Münzen im Wert von insgesamt ca. 7 Milliarden Euro im Umlauf sind (Stand 02/2006)!
Bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt geht man davon aus, dass der größte Teil dieses Geldes nicht mehr umgetauscht wird. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Viele Menschen haben sich Scheine und Münzen als "Andenken" aufgehoben oder haben damit ihre Münzsammlung vervollständigt. Außerdem liegt ein großer Teil des Geldes noch immer in Verstecken verborgen: in Wäscheschränken, Kleidungsstücken, Sparstrümpfen oder unter Dielenbrettern.
Wie wurde die DM vernichtet?
Foto der Entwertungsmaschine namens "Decoiner" (Bild: ARD-Sendung: "Der Euro kommt - die DM geht" vom 04.09.01)
Eine Entwertungsmaschine namens "Decoiner" deformierte die Münzen, indem sie ihnen ein Riffelmuster aufprägte. Wenn ein Mensch pro Sekunde eine Münze plattgehauen hätte, hätte er für die Vernichtung aller DM-Münzen ca. 160 Jahre gebraucht. Der "Decoiner" schaffte allerdings 5 Tonnen Geld pro Stunde und wäre - rein rechnerisch - in 294 Tagen damit fertig gewesen.
(Bild: ARD-Sendung: "Der Euro kommt - die DM geht" vom 04.09.01)
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Autorin: Friederike Wilhelmi
 
Letzte Änderung am 01. Januar 2009
 
Analyse von Euroscheinen (Bild: dpa picture-alliance)

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Den Weg vom ersten Entwurf des Euros bis zu seiner Auslieferung.