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Erster Mai – Warum werden Maibäume aufgestellt?

 
"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus..." – aber keine Angst, sie treten nicht um sich. Das heißt einfach, dass es überall grünt und blüht. Früher galt der Monat Mai als offizieller Beginn des Sommers.
 
Wie die Bäume werden auch die Menschen aktiv – und zwar schon in der Nacht vor dem 1. Mai, der sogenannten "Freinacht". Dann wird gefeiert und getanzt und viele ziehen los, um ihren Mitmenschen kleine Streiche zu spielen. Da klebt bei den Nachbarn schon einmal Zahnpasta an der Türklinke oder ein Gartentor ist ausgehängt.
Birkenzweige mit bunten Bändern geschmückt (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: "Liebesmaien""Liebesmaien"
Geschmückte Baum-Geschenke
Im Rheinland ist es Brauch, dass sich Jungen und Männer aufmachen, um ihren Freundinnen grüne Zweige oder kleine Bäume vor die Tür zu stellen. Meist sind das Birken, geschmückt mit bunten Bändern.
Birken sind nämlich die ersten Bäume, die nach dem Winter Blätter bekommen. Deshalb gelten sie als Symbol für den Frühling. Und weil Birken früher "Maien" hießen, wird dieser Liebesbeweis auch "Liebesmaien" genannt.
Dieser Brauch ist inzwischen so beliebt, dass sich die Förster schon beschweren, weil zu viele Birkenzweige von Bäumen in Parks oder Wäldern abgeschnitten werden.
Ein Maibaum wird mit Hilfe von Holzstangen aufgestellt. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: MaibaumMaibaum
Gut bewacht: Maibaum
Die Süddeutschen stellen Maibäume auf: Riesige Fichten oder Tannen, die mit vereinter Kraft mitten auf dem Dorfplatz aufgerichtet werden - häufig auch mit der Hilfe eines Krans.
Eigentlich sehen Maibäume gar nicht mehr aus wie richtige Bäume: Die unteren Äste sind abgesägt, nur die obere Baumspitze steht noch. Außerdem ist der Stamm abgeschält und mit bunten Bändern umwickelt.
Der Maibaum wird in der Nacht zum 1. Mai streng bewacht, denn Diebe lauern überall: Sie wollen ihn vom Dorfplatz klauen und ihn in ihrem eigenen Dorf aufstellen. Hat er die Nacht überstanden, kann es am nächsten Tag endlich losgehen: mit Tanz und ausgelassenen Feiern.
Mancherorts werden die Maibäume sogar erklommen. Natürlich gut abgesichert mit einem Bergsteigerseil.
 
Autorin: Cornelia Stenull
 
 
 
 
 
 
 
 
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