SWR Kindernetz
ProgrammvorschauNewsletter
Du bist hier: Startseite > Infonetz > Länder-Kulturen > Jahreskreisfeste

Lammas - Lughnasad - SchnitterInnenfest

 
Getreidebüschel auf einem Feld (Bild: dpa)
Großansicht: Weizengarben nach der ErnteWeizengarben nach der Ernte
Wenn der Sommer langsam zu Ende geht und Früchte und Getreide auf den Feldern geerntet werden können, wird Lughnasad gefeiert - benannt nach dem Gott Lugh.
Da das Korn noch geerntet werden muss, bitten die Menschen um Kraft und gutes Wetter. Denn Regen kann die Arbeit und Mühe eines Jahres zunichte machen.
In der Erntezeit ist auf den Feldern viel zu tun und als Dank an die Götter lassen die Menschen nach altem Brauch ein paar Ähren auf dem Feld zurück.
Hand mit Getreide-Körnern (Bild: dpa)
Großansicht: Jedes Korn zählt!Jedes Korn zählt!
Hüpfender Gott Lugh
An Lughnasad danken die Menschen den Göttern und der Mutter Erde für das Getreide und die Früchte auf den Feldern. Denn ohne gute Ernte, müssten die Menschen in den kalten Wintermonaten hungern.
Zu den bekanntesten Bräuchen gehört das Brotbacken aus dem frisch geernteten Getreide. Auch den Göttern wird Brot geopfert.
Es gibt viele Geschichten um dieses Erntefest. Eine erzählt, dass der Gott Lugh, während die Menschen das Korn schneiden, von Ähre zu Ähre hüpft.
Ist das ganze Feld geerntet, stirbt auch Lugh. Die schwangere Göttin trauert, weiß aber, dass er schon bald im Kreislauf von Leben und Tod wiedergeboren wird, schließlich trägt sie ihn schon in sich.
Wenn dann die Natur im Frühling wieder erwacht, kommt auch Lugh zurück.
Mädchen mit Kräutersträußen (Bild: dpa)
Großansicht: Mädchen mit KräutersträußenMädchen mit Kräutersträußen
Unglückstag für Christen
Viele der Jahreskreisfeste wurden später von den Christen übernommen – nicht aber Lughnasad. Das liegt daran, dass der Gott Lugh mit Luzifer identifiziert wurde – also mit dem Teufel. Daher galt der Tag als Unglückstag.
Viele der Bräuche finden sich aber im christlichen Mariä Himmelfahrt wieder, das am 15. August gefeiert wird. Zum Beispiel die Kräuterweihe. Heilkräuter werden zusammen mit Getreide und Früchten zu einem Strauß gebunden. Dieser wird dann auf den Altar gestellt und geweiht.
Die 30 Tage nach Himmelfahrt sind die beste Zeit, um Kräuter zu sammeln. Deshalb wird diese Zeit auch "Frauendreißiger" genannt.
 
Autorin: Sandra Goller
 
Letzte Änderung am 25. Mai 2016
 
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen
Artikel bewerten Bewertungen lesen
Ein Kind zündet einen Halloween-Kürbis an. (Bild: dpa)

Samhain - Allerheiligen

Am 31. Oktober feiern viele Halloween, am 1. November Allerheiligen.
Menschen um einen Tisch mit Kerzen (Bild: dpa)

Imbolc - Lichtmess

Wenn die ersten Knospen das Ende des Winters anzeigen, wird Imbolc gefeiert.