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Ostermarsch - Laufen für den Frieden

 
 
Ein als Osterhase verkleideter Mann demonstriert mit einem Plakat: Frieden ist schön (Bild: dpa)
Großansicht: Frieden ist schönFrieden ist schön
Seit rund 50 Jahren gehen Menschen an Ostern auf die Straße - nicht, um Ostereier zu suchen, sondern um zu protestieren.
Sie demonstrieren gegen Atomwaffen und Krieg und fordern Abrüstung und Frieden.
Den Ostermarschierern ist es wichtig, dass ihr Protest friedlich verläuft. Deshalb laufen sie mit ihren Transparenten oft lange Strecken oder veranstalten große Radtouren.
Ostermärsche haben sich zufällig entwickelt. Der Ursprung liegt in Großbritannien.
Im Jahr 1958 versammelt sich eine große Menschenmenge zum ersten Ostermarsch am Trafalgar Square in London (Bild: dpa)
Großansicht: Aufbruch zum ersten Ostermarsch 1958Aufbruch zum ersten Ostermarsch 1958
Dort starten am 7. April 1958 tausende Menschen einen Protestzug von London zur Atomwaffenforschungsanlage Aldermaston.
Drei Tage sind sie unterwegs - von Karfreitag bis Ostersonntag.
Die Idee, Ostern zu demonstrieren, kommt offenbar gut an: Seitdem wird auch in anderen westeuropäischen Ländern an Ostern protestiert.
Menschen formen auf einer Wiese: No Bombs (Bild: dpa)
Großansicht: Keine BombenKeine Bomben
In Deutschland findet der erste Ostermarsch 1960 statt. Damals marschieren Atomwaffengegner ungefähr 100 Kilometer von Hamburg zum Raketenübungsplatz Bergen-Hohne bei Celle.
In den ersten Jahren richtet sich der Protest ausschließlich gegen Atomwaffen. Die Demonstranten fordern, nicht weiter aufzurüsten und die Verbreitung von Atomwaffen zu stoppen.
Demonstranten laufen an Osterglocken vorbei (Bild: dpa)
Großansicht: Friedliche OsternFriedliche Ostern
Deshalb stehen die ersten Ostermärsche auch unter dem Motto "Kampagne für Abrüstung". 1968 wird die Bewegung umbenannt in "Kampagne für Demokratie und Abrüstung". Ostermarschierer setzen sich seitdem auch für Frieden ein, für gute Beziehungen zwischen den Ländern und natürlich immer noch für Waffenverzicht.
Ostermärsche sind ein fester Bestandteil der Friedens- und Protestbewegung. In manchen Jahren gehen zwar weniger Menschen auf die Straße - aber Grund, für den Frieden in der Welt zu demonstrieren, gibt es jedes Jahr.
 
Autorin: Dorothea Szymanski
 
Letzte Änderung am 26. März 2013
 
Ein Hase sitzt hinter einem Nest mit gefärbten Eiern. Davor steht ein Küken. (Bild: dpa Picture-Alliance)

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