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Kap Hoorn und die Le-Maire-Straße

 
Am 29.01.1616 wurde Kap Hoorn entdeckt. An diesem Tag umsegelten Willem Cornelisz Schouten und Jakob Le Maire als erste Menschen die gefährlichen Klippen. Es ist einer der südlichsten Zipfel Lateinamerikas, manche bezeichnen es auch als das Ende der Welt.
 
1616 war es noch unbekannt - erst als zwei mutige Seefahrer sich bis in den südlichen Ozean Amerikas trauten, wurde Kap Hoorn so berühmt und gefürchtet.
 
Der Windjammer "Alexander von Humboldt" vor Kap Hoorn (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Der Windjammer "Alexander von Humboldt" vor Kap HoornDer Windjammer "Alexander von Humboldt" vor Kap Hoorn
Gefährliche und raue See
Einst war Kap Hoorn von den Seefahrern gefürchtet, die es umfahren wollten. Denn dort ist die See stürmisch und das Wetter rau:
Im Schnitt regnet es an mehr als 300 Tagen im Jahr, ein zäher Nebel legt sich oft um die Felsen und der Wind weht stürmisch um die Klippen. Starke Strömungen und Eisberge sind selbst für große Kreuzfahrtschiffe eine Herausforderung.
Wer sich also für diesen Weg entscheidet, der sollte sein Schiff gut kennen.
Segel-Meister
Damals, als es noch keine Navigationsgeräte oder andere Hilfsmittel gab, mussten die SeefahrerInnen nur durch Sichtfahrt und mit Gespür den Weg vom Atlantik - um die Klippen von Kap Hoorn - in den Pazifik bestreiten.
Diese Meisterleistung vollbrachten als Erste die Seefahrer Willem Cornelisz Schouten und Jakob Le Maire.
Grafik: Kap Hoorn und Le-Maire-Straße (Bild: SWR)
Großansicht: Kap Hoorn und die Le-Maire-StraßeKap Hoorn und die Le-Maire-Straße
Neuer Handelsweg
Sie wollten einen eigenen Weg zu den Handelspartnern in Asien finden. Im Jahr 1616 fuhren Schouten und Le Maire mit zwei Schiffen los und machten sich auf die Suche nach dem neuen Seeweg. Sie hatten Glück und entdeckten eine Route um Lateinamerikas Südzipfel - Kap Hoorn.
Sie schafften es die gefährlichen Klippen zu umsegeln. Auf diesem Weg entdeckten sie auch die Staateninsel vor Feuerland und die Meerenge dazwischen: die Le-Maire-Straße.
Heute zieht die gefährliche Seeroute um die Spitze Lateinamerikas viele tapfere Seefahrer und Seefahrerinnen an, die auch einmal von sich sagen wollen: „Ich habe Kap Hoorn umfahren!“.
 
Autorin: Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 29. Januar 2016
 
 
 
 
 
 
 
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