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Verbotene Stadt

Von Drachen und Löwen bewacht

 
In Chinas Hauptstadt Peking liegt hinter einer zehn Meter hohen Mauer die größte Palastanlage der Welt. Lange Zeit durfte sie niemand betreten.
 
Chinesischer Palast hinter einer Mauer (Bild: Constance Schirra)
Großansicht: Das Himmelstor, Eingang zur verbotenen Stadt.Das Himmelstor, Eingang zur verbotenen Stadt.
Nur für Kaiser
Hier lebten über Jahrhunderte hinweg die Kaiser von China mit ihrem Gefolge. Außer ihnen durfte kein Mensch durch die vier Tore hinein.
Deshalb bekam die Stadt den Namen: Verbotene Stadt. Kaiser Jong Le hat die Stadt Anfang des 15. Jahrhunderts von einer Million Arbeitern bauen lassen.
Jong Le hatte sein künftiges Zuhause zehn Jahre geplant. Tempel, Gärten und Flüsse sind als Spiegelbild des Kosmos angeordnet.
Platz vor einer chinesischen Tempelanlage (Bild: Constance Schirra)
Großansicht: Halle der höchsten Harmonie.Halle der höchsten Harmonie.
Abbild des Kosmos
Deshalb tragen die Gebäude auch so sagenhafte Namen wie "Halle der höchsten Harmonie".
In der einzigartigen Kaiserstadt saßen 24 Monarchen als Söhne des Himmels auf dem Drachenthron.
Die Stadt hat angeblich 9.999 Gemächer - denn 10.000 Räume gibt es der Legende nach nur im Himmel.
Löwe aus Gold (Bild: Constance Schirra)
Großansicht: Löwe vor der Halle der Harmonie.Löwe vor der Halle der Harmonie.
Wächter: Drachen und Löwen
Die ganze Stadt leuchtet in den kaiserlichen Farben: rot die Mauern, gelb die Ziegel. Drachen zieren die Dächer und Löwen bewachen die Paläste um böse Dämonen fernzuhalten.
In der äußeren Stadt war der Arbeitsbereich, im inneren Kern lebte der Kaiser mit seinen vielen Frauen und einer Armee an Personal.
Der letzte Kaiser, der hier wohnte, hieß Pu-Yi. Er wurde mit drei Jahren Kaiser von China und musste nur vier Jahre später, am 12. Februar 1912, abdanken.
Porträt des letzten Kaisers von China (Bild: dpa)
Großansicht: Letzter Kaiser: Pu-YiLetzter Kaiser: Pu-Yi
Der letzte Kaiser
Revolutionäre hatten China nämlich zur Volksrepublik erklärt und die Monarchie abgeschafft. Pu-Yi durfte danach zwar noch bis 1924 in dem prächtigen Palast wohnen. Er wurde aber gar nicht mehr wie ein Kaiser, sondern eher wie ein Gefangener behandelt.
Nach ihm saß kein Kaiser mehr auf dem Drachenthron - und die verbotene Stadt war für niemanden mehr verboten.
Heute gehen einfache Menschen aus der ganze Welt den einst verbotenen Weg zur Halle der höchsten Harmonie hinauf. Ein wahrhaft kaiserliches Gefühl.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 15. Januar 2016
 
 
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