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Buddhist/in sein

 
Buddhist oder Buddhistin können alle werden. Allerdings kannst du nicht als BuddhistIn geboren werden, denn du solltest alt genug sein, um zu wissen was es bedeutet.
 
Junge Mönche beim Beten. (Bild: dpa)
Großansicht: Jungs im KlosterJungs im Kloster
Deshalb verbringen Jungen und Mädchen einige Zeit im Kloster, um die Lehren Buddhas kennen zu lernen.
Zum Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Klostergemeinschaft werden ihnen die Haare geschoren, und sie tragen ein Mönchs- oder Nonnengewand.
Auch Erwachsene können für eine Weile Nonne oder Mönch werden.Sie besitzen während dieser Zeit nur eine Bettelschale und ihr Gewand und werden von der Bevölkerung versorgt. Dafür geben sie den Menschen die Lehren Buddhas weiter. Deshalb sind sie hochangesehen. Im Mittelpunkt des Klosteraufenthaltes steht die Meditation.
Meditation
Buddhistischer Mönch erstellt Sandmandala (Bild: dpa)
Großansicht: Ein SandmandalaEin Sandmandala
Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Wichtig dabei ist, nur eine Sache zu tun, ohne sich ablenken zu lassen. Manche ziehen sich an einen ruhigen Ort zurück, um ihre Gedanken frei zu machen von allem, was sie im Alltag beschäftigt.
Um sich besser zu konzentrieren, betrachten sie bei der Meditation ein Mandala, ein heiliges Bild oder sprechen ein Mantra, ein heiliges Wort.
Gläubige anderer Religionen wenden sich im Gebet an Gott: Sie bitten um Rat oder Hilfe. Buddhisten glauben, dass der "Geist Buddhas" in jedem Menschen ist. Sie finden in der Meditation Kraft und Gelassenheit in sich selbst. Buddha selbst hat seinen Anhängern diese praktische Übung gezeigt. Das wichtigste im Leben der Buddhisten ist es, dem Achtfachen Pfad zu folgen und die fünf Grundregeln einzuhalten.
Frauen im Buddhismus
Buddha lehrte die Gleichwertigkeit aller Menschen. Als er die Mönch- und Nonnengemeinde, den Sangha, gründete, waren auch Frauen und Männer zugelassen. Die Gleichbehandlung und der Respekt vor allen Lebewesen ist für BuddhistInnen selbstverständlich, denn sie wissen ja nicht, ob sie als Baum oder Gras, Elefant oder Maus, Mann oder Frau wiedergeboren werden.
Feste
Mädchen mit Rauchkerzen (Bild: dpa)
Großansicht: Mädchen mit Rauchkerzen beim Wesak Fest.Mädchen mit Rauchkerzen beim Wesak Fest.
Wesak ist das größte Fest. Es wird in der ersten Vollmondnacht im Mai gefeiert. Anlass ist die Geburt Buddhas, seine Erleuchtung unter einem Feigenbaum und dass er nach seinem Tod in das Nirwana eingegangen ist. Es gibt Geschenke und die Straßen sind herrlich geschmückt mit bunten Fahnen und Laternen.
Beim Fest zum Ende der Regenzeit werden brennende Schwimmkerzen in Schalen aus Blättern gelegt und treiben den Fluss hinunter. Die Lichter der Kerzen sind das Symbol dafür, dass alle die dem "Licht des Buddhismus" folgen, "über den Fluss des Unwissens in das Land der Wahrheit" getragen werden.
 
Autorin: Sabine Stadtmüller / Sabine Stampfel
 
Letzte Änderung am 02. Januar 2010
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Meditation: Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Wichtig dabei ist, nur eine Sache zu tun, ohne sich ablenken zu lassen. Manche ziehen sich an einen ruhigen Ort zurück, um ihre Gedanken frei zu machen von allem, was sie im Alltag beschäftigt. Um sich besser zu konzentrieren, betrachten sie bei der Meditation ein Mandala, ein heiliges Bild oder sprechen ein Mantra, ein heiliges Wort.
Die bekannteste Meditationshaltung ist, mit überkreuzten Beinen zu sitzen. Diese Haltung nennt man Lotussitz.
Mandala: Mandala ist ein "magischer Kreis" mit Ornamenten. Es dient im Buddhismus als Meditationsbild, das hilft die Gedanken zu sammeln.
Mantra: Mantra ist ein heiliges Wort, das bei der Meditation wiederholt wird, um Ruhe und Konzentration herbeizuführen, zum Beispiel "Om".
Buddha: Buddha heißt "der Erwachte" oder der "Erleuchtete". Buddha ist der Gründer des Buddhismus.
achtfachen Pfad: Der achtfache Pfad beschreibt in acht Schritten, wie der Mensch sein Leben gestalten kann:
Rechte Ansicht - sich darüber klar werden, was wir mit dem Leben tun
Rechtes Denken - sich nicht von schlechten Gedanken leiten lassen
Rechtes Reden - nicht lügen und nicht böse sprechen
Rechtes Tun - selbstlos sein und gut mit anderen umgehen
Rechtes Leben - nur Arbeiten annehmen, die anderen nicht schaden
Rechtes Streben - immer das Beste versuchen
Rechte Wachsamkeit - bewusst leben und empfinden
Rechtes Sich versenken - sich auf eine Sache konzentrieren
Das Symbol für den achtfachen Pfad ist das Dharmacakra.
Fünf Grundregeln: Die fünf Grundregeln sind im achtfachen Pfad enthalten und lauten: Nicht töten, nicht stehlen, nicht die Sexualität missbrauchen, nicht lügen und keine Rauschmittel nehmen. Für Mönche und Nonnen kommen noch die fünf Klosterregeln dazu: nach dem Mittag nichts mehr essen, keine Vergnügungen aufsuchen, keine Kosmetik benutzen, keinen Schmuck tragen, nicht auf erhöhten Stühlen sitzen. An einigen Feiertagen gelten auch die fünf Klosterregeln für alle BuddhistInnen.
Sangha: Sangha heißt die Mönch- und Nonnengemeinde, die Buddha gegründet hat.
Wesak: Wesak ist das größte buddhistische Fest. Es wird In der ersten Vollmondnacht im Mai gefeiert. Anlass ist die Geburt Buddhas, seine Erleuchtung unter einem Feigenbaum und dass er in das Nirwana eingegangen ist. Es gibt Geschenke und die Straßen sind herrlich geschmückt mit bunten Fahnen und Laternen.
Nirwana: Nirwana heißt "Verwehen" oder "Verlöschen". Das Nirwana ist das höchste Ziel der BuddhistInnen. Es ist das Verlöschen der Wünsche und der Gier. Dieser Zustand kann zu Lebzeiten erreicht werden. Der Tod ist dann der Eintritt in das vollkommende Nirwana. Wer ins Nirwana eingeht, muss nicht mehr wiedergeboren werden und nicht mehr leiden.
Links zum Thema
Eine 34 m hohe Buddha-Statue
http://www.kindernetz.de/meinbruderundich/folgen/hongkong/folge05/-/id=366648/nid=366648/ did=345022/1x20iqn/index.html
"Glück" lernen in Bhutan
http://www.kindernetz.de/infonetz/laenderundkulturen/glueck/glueckbhutan/-/id=296598/nid=296598/ did=268254/e148oz/index.html
 
Dalai Lama (Bild: dpa)

Toleranz und Respekt

Der Buddhismus ist eine tolerante Religion, die alle Lebensformen respektiert.
Daibutsu von Kamakura (Bild: dpa)

Der achtfache Pfad

Der Buddhismus ist vor langer Zeit aus dem Hinduismus entstanden!
Besucher beim Kirchentag mit Transparenten (Bild: dpa)

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