Litfaßsäule
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Litfaßsäule
Als der Druckereibesitzer Ernst Litfaß im Herbst 1854 durch Berlin lief, ärgerte er sich über die zahlreichen Plakate und Werbezettel, die überall an Hauswänden, Gartenzäunen und Bäumen klebten.
In Paris und London waren ihm bereits meterhohe runde Zylinder auf den Straßen ins Auge gefallen.
So etwas stellte er sich nun auch für seine Heimatstadt Berlin vor.
Noch im selben Jahr präsentierte er seine Säulen dem Berliner Polizeidirektor und fand in ihm einen Verbündeten.

Am 1. Juli 1855 wurden in Berlin die ersten 150 Annoncier-Säulen aufgestellt.
Von da an stand "wildes Plakatieren" unter Strafe und die Berliner mussten ihre Kleinanzeigen und Werbeplakate an die neu errichteten Säulen kleben.
150 Jahre später - passend zum Jubiläum - widmet die Post der Litßfaßsäule sogar eine Sonderbriefmarke.
Die Litfaßsäule ist ein Werbeklassiker.
In einer Zeit, in der es noch kein Radio oder Fernsehen gab und Zeitungen nicht weit verbreitet waren, entwickelten sich die Litfaßsäulen zu einer wichtigen Informationsquelle.
Mittlerweile ist sie ein Werbe-Klassiker. Es gibt sie in verschiedensten Formen - mit vielen Anzeigen beklebt oder nur mit einer einzigen.
Die neusten Modelle können sogar Videoclips und Animationen digital abspielen.
Und jede der etwa 75.000 Litfaßsäulen in Deutschland ist ein kleines Denkmal für ihren Namensgeber.
Letzte Änderung am 01. Juli 2010