Made in
Was kommt woher?
"Hergestellt in China"
"Made in China“ steht in T-Shirts manchmal auf dem Etikett. Oder "Made in Switzerland“ auf der Rückseite von Armbanduhren.
"Made in...“, das hat nichts mit Maden zu tun. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt "hergestellt in...“.
So ist ganz leicht zu sehen, aus welchem Land das T-Shirt und die Uhr kommen, ob aus China oder aus der Schweiz.
Die Kennzeichnung "Made in Germany“, also "hergestellt in Deutschland“, gibt es schon seit über 100 Jahren. Seit langem verbinden die meisten Menschen damit zuverlässige, haltbare und hochwertige Produkte. Das war nicht immer so:
Uhren aus der Schweiz sollen besonders genau ticken.
Am 23. August 1887 wird die Herkunftsbezeichnung "Made in“ in Großbritannien eingeführt, um vor Waren aus Deutschland zu warnen. Damals haben deutsche Fabrikate noch den Ruf, billig und schlecht zu sein. Die Bevölkerung in Großbritannien soll lieber einheimische Produkte kaufen.
Im Laufe der Zeit werden die deutschen Waren immer besser. Vor allem Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, aber auch große Maschinen und deutsche Autos sind bald auf der ganzen Welt gefragt.
Schicke Schuhe: "Made in Italy".
So entwickelt sich "Made in Germany“ zu einem Qualitätszeichen. Die Kennzeichnung "Made in" wird auch von anderen Ländern verwendet. In manchen Staaten ist sie Pflicht, andere nutzen einfach ihre positive Wirkung: Dänisches Eis, "Made in Denmark“, ist weltweit sehr beliebt, genauso begehrt sind italienische Lederschuhe, "Made in Italy“.
Auch wenn "Made in..." draufsteht, kommen viele Produkte gar nicht mehr nur aus einem Land. Eine Armbanduhr besteht aus vielen Einzelteilen und die werden in verschiedenen Ländern hergestellt. Am Ende steht dann vielleicht trotzdem "Made in Switzerland“ drauf. Wie viel vom Herkunftsland tatsächlich drinstecken muss, hat noch niemand festgelegt.
Autorin: Sina Rosenkranz
Letzte Änderung am 22. August 2011