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Der Weg zur deutschen Einheit

 
 
Menschenmengen bei der Einheitsfeier in Berlin (Bild: dpa)
Großansicht: Offizielle EinheitsfeierOffizielle Einheitsfeier
Bis 1990 war Deutschland in zwei Teile geteilt: In die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten und in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen.
Eine Mauer trennte die beiden Staaten bis zum 9. November 1989.
Bis Deutschland wieder ein gemeinsames Land wurde dauerte es aber noch einen Weile. Am 3. Oktober 1990 wird der "Tag der deutschen Einheit" Wirklichkeit und der 3. Oktober nationaler Feiertag.

Zeit der Trennung
Reformer Michail Gorbatschow (Bild: dpa)
Großansicht: Reformer Michail GorbatschowReformer Michail Gorbatschow
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs leiden die Deutschen unter der Teilung. Familien leben auseinander gerissen, ohne Kontakt zueinander.
All die Jahre stehen sich die politischen Systeme von Ost- und Westdeutschland unversöhnlich gegenüber. Der Osten ist geprägt von der Sowjetunion und den kommunistischen Vorstellungen dort. Alle sollen das gleiche besitzen.
Doch der Plan geht nicht auf und die Regierung versucht mit Zwang und Überwachung das System zu erhalten. Das endete damit, dass die Menschen ihre Meinung nicht mehr sagen durften, ihre Stimme keine Kraft bei den Wahlen hatte und sie auf vieles, was es im Westen gab, verzichten mussten.
Der Westen pflegte die demokratischen Werte und unterstützte Meinungsfreiheit, eine freie Wahl und trieb Handel mit anderen westlichen Ländern. Auf beiden Seiten bleibt der Wunsch nach Wiedervereinigung - in der Bundesrepublik steht die Einheit sogar als Ziel im Grundgesetz.

Wachsender Widerstand
Niemand ahnt, dass dieses Ziel näher rückt, als Mitte der 80er Jahre der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow beginnt, sein Land zu reformieren.
Gorbatschows Politik ist bald unter den Stichwörtern "Glasnost" und "Perestroika" berühmt - "Transparenz" und "Umgestaltung".
Menschen bei einer Montagsdemonstration in Leipzig (Bild: dpa)
Großansicht: Montagsdemonstration in Leipzig im Oktober 1989Montagsdemonstration in Leipzig im Oktober 1989
"Gorbi" ermutigt die Menschen in Ost und West weiter für die Wiedervereinigung zu kämpfen. In der DDR wächst der Widerstand.
Die Menschen gehen auf die Straße und fordern in großen Demonstrationen Veränderungen im eigenen Land.
Die friedliche Revolution führt letztlich zur Wende: Die DDR-Regierung gibt nach, am 9. November 1989 fällt die Mauer. Ein Jahr später wird die deutsche Einheit besiegelt.
 
Autorin: Constance Schirra
 
 
Ein Grenzübergang von Westberlin nach Ostberlin (Bild: dpa picture-alliance )

Mauergeschichte

28 Jahre trennte die Mauer Deutschland. Ein Überblick von ihrem Bau bis zum Fall.
Reste der Berliner Mauer. (Bild: dpa picture-alliance )

Maueröffnung

1989 ging der lang ersehnte Traum in Erfüllung: Die Mauer wurde geöffnet.
Soldaten sind 1962 vor dem Brandenburger Tor stationiert. (Bild: Screenshot WDr / Planet Schule)

Leben im geteilten Berlin

Wie entwickelte sich Berlin seit dem Bau der Mauer. Ein Einblick in eine geteilte Stadt.