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Der Brexit

Abschied von der EU

 
Im Juni 2016 haben die Briten in einer Volksabstimmung beschlossen, dass sie nicht mehr zur Europäischen Union gehören wollen.
 

Wie funktioniert der EU-Austritt?

Quelle: tagesschau vom 29.03.2017
Die Briten wollen raus aus der EU. Am 28. März 2017 hat der Brexit ganz offiziell begonnen.
 
Die Entscheidung war ganz knapp. Nicht alle Briten sind damit einverstanden. Aber die meisten finden, dass die EU in Großbritannien zu viel mitbestimmen darf. Sie wollen, dass ihr Land wieder unabhängiger wird.
Deshalb hat die Chefin von Großbritannien, Premierministerin Theresa May, am 28. März 2017 in einem Brief offiziell den Austritt erklärt. Dieser Austritt wird auch „britischer Exit“ genannt – oder kurz „Brexit“. Das Wort hast du bestimmt schon mal gehört.
Welche Folgen hat der Brexit für uns?
In der großen Länderfamilie der Europäischen Union dürfen alle selbst entscheiden, wo sie leben und arbeiten möchten. Viele Deutsche haben sich für England entschieden. Sie haben jetzt Angst, nicht länger bleiben zu dürfen und zurück nach Deutschland geschickt zu werden. Denn wenn Großbritannien nicht mehr Teil der EU ist, brauchen sie eine besondere Erlaubnis dafür.
Außerdem wird es teurer Waren aus Großbritannien nach Deutschland zu verkaufen und umgekehrt. Denn die EU ist eine große Handelszone, in der man keine Gebühren beim Austausch von Waren zahlen muss. Damit ist nach dem Austritt wahrscheinlich Schluss.
Weil noch sehr viele Dinge geregelt werden müssen, wird es aber wohl noch zwei Jahre dauern bis Großbritannien wirklich nicht mehr Teil der EU ist. Erst mal müssen viele Gespräche geführt werden. Das kann kompliziert werden.

Gewusst?

Großbritannien hatte schon immer Sonderrechte in der EU. Die Briten haben zum Beispiel nie den Euro eingeführt, sondern behielten einfach ihr eigenes Geld – das britische Pfund.
 
Autorin: Simone Nürnberger
 
Letzte Änderung am 04. April 2017