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Wenn Deutschland wählt, gelten strenge Regeln

 
Wenn in Deutschland gewählt wird, läuft das nach ganz bestimmten Regeln ab. Hier bekommst Du sie kurz und einfach erklärt.
 
Bei der Bundestagswahl wird im Regelfall alle vier Jahre gewählt, bei Landtagswahlen meist alle fünf Jahre. Ausnahmen gibt es zum Beispiel, wenn die Regierung Streit hat und nicht mehr zusammenarbeiten will.
Bei der Bundestagswahl wählt man aber nicht direkt den Bundekanzler oder die Bundeskanzlerin. Stattdessen wählt man - wie der Name schon sagt - den Bundestag, also welche Politiker von welcher Partei dort sitzen sollen. Und die wählen dann den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin.
Wählen dürfen alle in Deutschland, die einen deutschen Pass haben - dabei ist es egal, ob sie schon hier geboren wurden oder erst später hierher gekommen sind.
Beim Alter gibt es Unterschiede: bei der Bundestagswahl dürfen alle ab 18 Jahren wählen, bei einigen Landtagswahlen sogar schon ab 16 Jahren
Die Wahl läuft nach fünf ganz strengen Regeln ab, damit es fair ist:
1. allgemein: das heißt, alle Menschen ab einem bestimmten Alter mit deutschem Pass dürfen wählen.
2. unmittelbar: das heißt, alle wählen die Kandidaten und Parteien direkt. Sie dürfen zum Beispiel nicht einfach einem Freund sagen, dass er für sie mitwählen soll.
3. frei: das heißt, dass alle ganz alleine entscheiden dürfen, wen sie wählen wollen. Niemand darf sie zwingen, eine bestimmte Partei oder bestimmte Kandidaten zu wählen - nicht mal die Polizei!
4. gleich: das heißt, dass jede Stimme gleich viel zählt. Es ist egal, ob jemand größer oder älter oder reicher als ein anderer Wähler ist - jede Stimme ist gleich wichtig.
5. geheim: das heißt, niemand darf zugucken, wen die Menschen wählen. Welche Partei sie wählen bleibt also ein Geheimnis. Es sei denn, sie wollen es jemandem erzählen - das dürfen sie natürlich!
 
Autorin: Jenny Beyen
 
Letzte Änderung am 04. September 2013
 
 
Wahlzettel mit Parteilogos (Bild: SWR)

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