Das Rad
Eine runde Sache rollt seit 6000 Jahren
Gute Idee: das Rad
“Kreisförmige Vorrichtung zur Erleichterung des Transports“, so meldete der Anwalt John Keogh im Jahr 2001 (!) "seine Erfindung" beim Patentamt in Australien an. Es handelte sich um ein gewöhnliches Rad.
Das Rad wurde zwar schon vor fast 6000 Jahren erfunden, aber die Beamten beim Patentamt hatten nicht aufgepasst. Ein Patent für eine Erfindung anzumelden ist wichtig, denn es sichert den ErfinderInnen das Recht, ihre neue Erfindung auch verkaufen zu können.
Wer die Erfindung nachbauen möchte, muss dem Erfinder die Erlaubnis - das Patent - abkaufen. Das hat manche ErfinderInnen reich gemacht.
Anhänger aus der Bronzezeit
Forscher vermuten, dass Rad und Wagen in verschiedenen Regionen der Welt etwa zur gleichen Zeit erfunden wurden.
Zur Frage nach einem Vorbild für das Rad gibt es verschiedene Ideen: Die Form des Rades – der Kreis – kommt oft in der Natur vor. Zum Beispiel in Gestalt von Sonne oder Mond.
Auch Früchte oder Steine kullern um die eigene Achse.
Speichenrad
Vorbild für den Wagen mit Rädern waren vermutlich Schlitten, die auf Baumstämmen gezogen wurden. An die Wagen wurden schließlich Achse und Räder montiert.
Im Lauf der Jahrtausende wurde das Rad immer weiter verbessert.
Vor etwa 4000 Jahren bekam es Speichen und wurde damit leichter und lief schneller als die alten Räder aus zusammengefügten Brettern.
John Keogh hob sein Patent 2003 wieder auf. Er hatte die Beamten im Patentamt ganz schön blamiert, die eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit für eine Neuheit gehalten hatten, obwohl sie sie gut kannten.