Rolling Stones
Die "bösen Jungs" aus England
Die Rolling Stones in der aktuellen Besetzung
Mit Ende 60 in Rente gehen? Nicht die Rolling Stones! Die geben auch als "Rock-Opas" noch Konzerte auf der ganzen Welt und veröffentlichen neue Alben.
2012 feiern die Stones ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum und sind damit die dienstälteste Rockband der Welt.
Angefangen hat alles im Jahr 1960 auf einem Bahnsteig in der englischen Stadt Dartford: Die ehemaligen Schulfreunde Mick Jagger und Keith Richards treffen sich zufällig wieder.
1965 in Deutschland: Die Stones spielen in Münster
Beide, inzwischen Anfang 20, stellen fest, dass sie sich für die gleiche Musik begeistern. Sofort ist klar: Sie wollen zusammen in einer Band spielen - mit Keith als Gitarrist und Mick als Sänger.
Zwei Jahre später gründen sie dann ihre Band: "The Rolling Stones". Unter diesem Namen geben sie am 12. Juli 1962 im Londoner Marquee Club ihr erstes Konzert - es ist der Beginn einer einzigartigen Karriere. Unterstützung bekommen Mick und Keith von den neuen Bandmitgliedern Brian Jones, Charlie Watts, Bill Wyman und Ian Stewart.
Markenzeichen der Stones: die Zunge
Manager der Stones wird Andrew Loog Oldham. Er besorgt den ersten Plattenvertrag und hat auch noch eine besondere Idee: Die Stones sollen das Gegenstück zu einer anderen, schon erfolgreichen Band werden: den Beatles.
Während die Beatles die "Braven" sind, sollen die Stones die "bösen Jungs" spielen. Ihre Musik ist rockig und wild, die Texte rebellisch.
Provozierend ist auch ihr Logo: Die "Stones-Zunge", entworfen vom Designer John Pasche. Die Zunge ist zum ersten Mal auf dem Album "Sticky Fingers" zu sehen und wird das Markenzeichen der Band.
Auch im richtigen Leben der Musiker geht es alles andere als ruhig zu: Sie haben immer wieder Probleme mit Alkohol, Drogen und der Polizei. Dazu kommen Streitereien innerhalb der Band; einige Mitglieder steigen aus und werden durch neue ersetzt.
Voller Einsatz: Mick Jagger und Keith Richards
Trotzdem sind die Stones nicht mehr zu stoppen. Einen riesigen Triumph und den weltweiten Durchbruch feiern sie mit "(I Can't Get No) Satisfaction" im Sommer 1965. Inzwischen haben die Rolling Stones über 40 Alben herausgebracht, darunter zahlreiche Nr.1 Singles - und es ist noch kein Ende in Sicht.
Doch mit der Zeit sind die "bösen Jungs" etwas ruhiger geworden - und einer sogar adlig: Mick Jagger wurde im Dezember 2003 für seine Verdienste für die Musik geehrt und vom britischen Thronfolger Prinz Charles zum Ritter geschlagen. "Sir Mick" trug dabei übrigens Turnschuhe.
Autorin: Cornelia Stenull
Letzte Änderung am 06. Juli 2012