Rollschuhe
Scherben bringen Glück
Pech für Merlin
Einer der ersten öffentlichen Auftritte mit Rollschuhen vor 250 Jahren endete mit einer kleinen Katastrophe:
Eigentlich wollte der belgische Instrumentenbauer John Joseph Merlin mit seiner Violine auftreten und dabei mit selbstgebauten "rollenden Schuhen“ in einem Londoner Ballsaal einen guten Eindruck hinterlassen.
Doch Merlin fuhr ungebremst in einen teuren Spiegel, der in tausend Teile zersprang. Pech für Merlin, dass an seinen Rollschuhen noch keine Stopper waren!
Skateslider
Überhaupt erinnerten seine "rollenden Schuhe" mit den hintereinander angeordneten Metallrollen eher an Schlittschuhe.
Daher hatte er seine Idee: Er wollte auch im Sommer Schlittschuh fahren können.
Sich mit den "rollenden Schuhen" fortzubewegen war sehr anstrengend. Die Rollen waren aus Holz oder Metall. Außerdem waren die Straßen früher noch nicht so gut wie die heutigen.
Rollschuhläufer
Erst die Rollschuhe mit zwei Rollen vorne und zwei hinten und mit Gummigelenken machten dieses neue Fortbewegungsmittel stabil und lenkbar.
Erfunden wurden sie 1863 von James L. Plimpton in New York.
Wenige Jahre später tobten sich die Rollschuh-Begeisterten auf den ersten amerikanischen Rollschuhbahnen aus.
Pro Abend kamen bis zu 8000 BesucherInnen!
Mit der Zeit wurden Rollschuhe immer weiter technisch verbessert: Sie bekamen Kugellager, Plastikrollen und einen Stopper vorne.
Rollkunstläuferin
Das machte sie attraktiver. Doch andere Trends wie zum Beispiel Inline-Skates verdrängten die Rollschuhe fast vom Markt.
So laufen heute fast nur noch die RollkunstläuferInnen auf klassischen Rollschuhen.
Allerdings treten diese im Gegensatz zu Merlin nicht ohne Stopper auf.
Diese brauchen sie für ihre gedrehten Sprünge und natürlich auch zum Bremsen - falls mal ein Spiegel in der Nähe stehen sollte ;-)
Letzte Änderung am 05. Januar 2011