Schaufelradbagger
Der größte Schaufelradbagger der Welt
So groß wie ein acht- stöckiges Wohnhaus.
288 – Diesen unauffälligen Namen trägt ein ganz und gar nicht unauffälliger Bagger: Der größte Schaufelradbagger der Welt. Er ist so groß wie ein achtstöckiges Wohnhaus und wiegt so viel wie 13.000 Autos. Am 21. April 1976 beginnt Bagger 288 mit seiner Arbeit.
Zunächst schaufelt der Bagger in einem Hambacher Bergwerk Braunkohle. Mit seinen riesengroßen Schaufeln buddelt er Kohle aus der Erde und kippt sie auf Förderbandanlagen.
Das Arbeitsgerät
Bagger 288 baut täglich so viel Braunkohle ab, dass normalerweise 40.000 Arbeiter damit beschäftigt wären. Der größte Schaufelradbagger der Welt dagegen wird nur von fünf Leuten gesteuert.
20 Jahre später soll 288 in einem Tagebau in Garzweiler buddeln. Das liegt nur 22 Kilometer von Hambach entfernt – aber der Bagger ist für diese Strecke drei Wochen unterwegs. Denn der riesige Schaufellader kann natürlich nicht einfach über die Autobahn fahren. Quer durchs Land muss er rollen, um ans Ziel zu kommen.
288 kriecht im Schnecken- tempo voran
Entlang der Route werden Stromleitungen gekappt, Autobahnen gesperrt und sogar Flüsse umgeleitet – 288 kriecht im Schneckentempo nach Garzweiler. Denn mit seinen 12 Raupen kann er nicht mehr als zwei bis acht Meter in der Minute zurücklegen.
Langsam aber problemlos kommt der Gigant im Tagebau Garzweiler an. Und dort wird er auch weiterhin schaufeln und baggern, was das Zeug hält: In Rente geht er nämlich frühestens mit 100 Jahren.
Autorin: Dorothea Szymanski
Letzte Änderung am 21. April 2011