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Serengeti

Riesiger Nationalpark in Tansania

 
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Elefanten trinken aus einem Wasserloch (Bild: dpa Picture-Alliance)
Große Bewohner der Serengeti: Elefanten.
Für Löwen, Giraffen, Elefanten, Zebras, Büffel, Gazellen, Gnus, Nilpferde, Krokodile und viele andere wilde Tiere ist der Serengeti Nationalpark ein wahres Paradies, denn hier leben sie unter sich - wild, frei und geschützt.
Der Serengeti Nationalpark liegt in Tansania im Osten Afrikas und ist ein "Staat der Tiere".
Serengeti bedeutet "endlose Ebenen" und beschreibt die unendlich weite Graslandschaft. Die Masai, die am Rande des Serengeti Nationalparks leben, nennen die Landschaft in ihrer Sprache "Siringet".
Eine Antilope springt vor Zebras in die Höhe (Bild: dpa Picture-Alliance)
Auch in der Serengeti zuhause...
Heute ist der Nationalpark das weltweit größte Schutzgebiet für Wildtiere. Dort leben mehr als drei Millionen Tiere auf einer Fläche von fast 30.000 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Der Nationalpark Bayerischer Wald umfasst 243 Quadratkilometer.
Vor rund 50 Jahren waren zum Beispiel Spitzmaulnashörner in der Serengeti vom Aussterben bedroht. Zwei Weibchen gab es nur noch, doch wie durch ein Wunder hat sich ein Männchen in die Serengeti verirrt und mit den beiden eine neue Familie gegründet.
Nashorn-Baby "Naruna" (Bild: dpa Picture-Alliance)
Ein Breitmaulnashorn
Die Nashörner werden jetzt von Wildhütern rund um die Uhr überwacht. Denn Wilddiebe machen seit Jahrzehnten Jagd auf Elefanten und Nashörner, deren Stoßzähne und Hörner sehr viel Geld einbrachten.
Einen hundertprozentigen Schutz gegen Wilderer gibt es natürlich nicht. Aber seit sich die Verwaltung der "Tansania National Parks" (TaNaPa) entschlossen hat, die Menschen aus der Umgebung in die Naturschutzarbeit mit einzubeziehen, sind die Chancen größer geworden. Das war nicht immer so.
Ein Masai in Kenia (Bild: dpa Picture-Alliance)
Ein Masai in Kenia
Um die Tiere zu schützen wurden die Einwohner in den 1950er Jahren aus dem Gebiet vertrieben. Dadurch hatten die Bauern kein Weideland mehr für ihre Tiere und sie verloren ihre Jagdgebiete.
Heute werden die Einwohner in die Naturschutzarbeit mit einbezogen. Sie arbeiten als Wildhüter und werden an den Einnahmen von Tourismus und legaler Jagd beteiligt. Damit ist die Serengeti auch wieder ein Stück Lebensgrundlage für die Menschen, die einst aus ihr vertrieben wurden.
 
AutorInnen: Friederike Wilhelmi/Cornelia Stenull
 
Letzte Änderung am 18. April 2011
 
Links zum Thema
Serengeti - Auf Safari unterwegs
http://www.kindernetz.de/infonetz/seregetisafari/-/id=173204/nid=173204/did=133526/10op2c8/ index.html
Bernhard Grzimek - Tierfreund, Naturschützer, Fernsehmoderator
http://www.kindernetz.de/infonetz/grzimek/-/id=173204/nid=173204/did=133528/rlvuhr/index.html