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Kung Fu - Ursprung vieler Kampfsportarten

 
 
Grafik: Zwei KaratekämpferInnen (Bild: SWR)Kampfsport ist der Überbegriff für verschiedene Zweikampfsportarten wie Boxen, Ringen und Kung Fu.

Kung Fu ist der Ursprung vieler asiatischer Kampfsportarten, es entstand vor etwa 1500 Jahren.
Damals suchten Mönche eines Shaolin-Klosters nach einer Möglichkeit gesund zu bleiben, um genügend Ausdauer für ihre langen Meditationen zu haben - viele schliefen dabei nämlich regelmäßig ein.
Drei Shaolin-Mönche zeigen eine Kung-Fu-Kampfszene. (Bild: dpa)
Großansicht: Bewegungen aus der TierweltBewegungen aus der Tierwelt
So machten sie gymnastische Übungen und lernten Atemtechniken, um ihre Konzentration zu verbessern.
Da sich die Mönche auch gegen wilde Tiere verteidigen mussten - das Kloster lag tief im Wald - kamen bald verschiedene Kampfmethoden hinzu.
Die Mönche beobachteten die Tiere und machten sich ihre unterschiedlichen Prinzipien zu eigen, z.B. die Schnelligkeit und Sprungkraft des Panthers oder den flinken Laufstil des Affen.
Kung Fu Vorführung von großen und kleinen Shaolin Mönchen mit langem Stock (Bild: dpa)
Großansicht: Ein Stock symbolisiert HolzEin Stock symbolisiert Holz
Im Kung Fu spielen fünf Elemente eine große Rolle: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Diese Elemente werden im Kampf besonders gewürdigt. Ein Stock symbolisiert dabei das Holz, ein Speer das Feuer, die Faust (“leere Hand”) die Erde, ein Säbel das Metall und ein Schwert das Wasser.
Ein Stock muss dabei aber kein besonderer Stock sein. Auch ein Besenstiel eignet sich für einen Kampf. Wichtig ist nur, dass er der ungefähren Körperlänge des Kämpfenden entspricht.
Ein Junge zeigt seine Kung Fu Können. (Bild: dpa)
Großansicht: Harte Arbeit!Harte Arbeit!
Kung Fu bezieht sich aber nicht nur auf eine spezielle Kampfkunst. Der Name stammt von dem chinesischen "gongfu" ab und das heißt wörtlich übersetzt "harte Arbeit".

Kung Fu bezieht sich demnach in erster Linie auf eine bestimmte Fertigkeit und auf die Zeit, Mühe und Kraft, die es kostet, sich diese anzueignen.
Ein Kung Fu-Schüler muss "bitter essen können", sagen daher die Chinesen. Das Training ist nämlich sehr streng und anspruchsvoll. Von einem Kung Fu Schüler wird Geduld erwartet, Ausdauer, ein starker Wille, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und ein guter moralischer Charakter.

Inzwischen gibt es etwa 2000 verschiedene Kung Fu-Stile, die alle sehr unterschiedlich sind: Würfe, Körperdrehungen, Sprünge, Radschlagen, Überschläge und vieles mehr. Einzelne Stilrichtungen wurden weiterentwickelt, es entstanden Kampfsportarten wie Judo, Karate, Aikido oder Taekwondo. Taekwondo kommt aus Korea - Judo, Karate und Aikido aus Japan.
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
Letzte Änderung am 04. April 2016
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
Mehrere Karatekämpfer verbeugen sich (Bild: dpa)

Do - der Weg

Viele Kampfsportarten haben eine "do"-Endung - Judo, Taekwondo, Aikido...
 (Bild: SWR)

Gürtelfarben

An der Gürtelfarbe beim Kampfsport erkennst du, wie gut jemand ist.
Kloster Shaolin in China (Bild: dpa Picture-Alliance)

Shaolin-Kloster

Im Shaolin Kloster entwickelte ein Mönch die alte Kampfkunst Kung Fu.