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Pony Express – legendäre Post-Reiter

 
 
Zeichnung: Reiter und Pferd in der Prärie (Bild: SWR)
Großansicht: Wagemutige Männer gesuchtWagemutige Männer gesucht
„Gesucht: junge, dünne, drahtige Gesellen. Nicht älter als 18 Jahre. Erfahrene Reiter; bereit, täglich den Tod zu riskieren. Waisen bevorzugt.“
So lautet die Anzeige, die im April 1860 in einer Amerikanischen Zeitung ausgeschrieben ist. Ein Unternehmen sucht wagemutige Männer für einen schweren Job: Sie sollen Post zustellen.
Heute ist das kein Problem; damals in den USA war es aber längst nicht so einfach. Kutschen und Schiffe befördern die Post vom Osten des weiten Landes in den Westen – und brauchen dafür mindestens einen Monat, manchmal ein halbes Jahr.
Foto von Buffalo Bill (Bild: dpa)
Großansicht: Der berühmteste Reiter ist Buffalo BillDer berühmteste Reiter ist Buffalo Bill
Die Idee: Pony Express
Um die Post schneller abgeben zu können, gründet William Russell eine Reiterstaffel: den Pony Express. Die Reiter starten mitten in den USA; von Missouri aus sollen sie Briefe nach Kalifornien bringen. Das ist eine Strecke von 3 200 Kilometern!
Dabei müssen die Männer über die Südspitze der Rocky Mountains und durch die große Salzwüste in Utah reiten. Und außerdem drohen auch noch Überfälle.
Ein- bis zweimal die Woche reiten die Kuriere diese Strecke ab. Alle 30 bis 50 Kilometer ist eine Station, an der sie ihr ermüdetes Pferd gegen ein erholtes austauschen, umsatteln und weiterreiten. 300 Kilometer muss jeder Kurier am Tag schaffen. Dann übernimmt der nächste. Bei jedem Wetter, bei Tag und Nacht.
Buchcover: Lucky Luke - Der Pony Express (Bild: Egmont Ehapa)
Großansicht: Lucky Luke reitet für den Pony ExpressLucky Luke reitet für den Pony Express
Berühmt: Buffalo Bill
Die Männer haben gerade mal zwei Minuten Zeit, die Post an den nächsten Reiter zu übergeben. 500 Pferde und 80 Kuriere gehören dem Pony Express an. Der wohl berühmteste Reiter ist heute noch unter dem Namen Buffalo Bill bekannt.
Mit ihrem System schaffen die Kuriere des Pony Express die weite Strecke innerhalb von zehn Tagen. Am schnellsten befördern sie die Antrittsrede von Präsident Lincoln: Sieben Tage und 17 Stunden brauchen sie für den Weg.
Doch im Oktober 1861 hat der Pony Express ausgedient. Ost- und Westküste der USA sind durch Telegrafenleitungen miteinander verbunden. So können Nachrichten innerhalb weniger Minuten übermittelt werden. Da können selbst die schnellsten Reiter nicht mithalten. Nur Lucky Luke reitet bis heute im Pony Express - in seinem Comic.
 
Autorin: Dorothea Szymanski
 
 
Drei Wildpferde, zwei bäumen sich auf. (Bild: dpa)

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