Küssen erlaubt
Internationaler Tag des Kusses
Wer verliebt ist, küsst sich
Küsschen rechts, Küsschen links oder einen Kuss auf den Mund - geküsst wird überall auf der Welt. Nur sehen Küsse immer ein bisschen anders aus und hören sich auch unterschiedlich an. Mal ist es ein lauter Kuss, der richtig knallt oder schmatzt, mal ein ganz leiser, zarter Kuss.
Besonders viel geküsst wird jedes Jahr am 6. Juli - dann ist der internationale Tag des Kusses. Aber warum küssen sich Menschen überhaupt?
Ein Kuss vom Papa
Klar: Ein Kuss ist ein besonderes Zeichen von Zuneigung. Für Verliebte gibt es nichts Schöneres, als mit einem Kuss zu sagen: Ich hab dich sehr lieb.
Gute Freunde und Freundinnen küssen sich zur Begrüßung und zum Abschied auf die Wange.
Und natürlich küssen Eltern ihre Kinder - wenn sie sie trösten, sich freuen oder um zu zeigen, dass sie zusammen gehören.
Können wir uns riechen?
WissenschaftlerInnen haben sich Gedanken darüber gemacht, woher der Kuss überhaupt kommt. Der Psychologe Sigmund Freud nahm an, dass der Ursprung des Kusses im Saugen an der Mutterbrust liegt.
Andere ForscherInnen denken dagegen, dass der Kuss eine Art "Beschnüffeln" ist, so wie es bei vielen Tieren zu beobachten ist. Dabei wird geklärt: können wir uns "riechen", sind wir uns sympathisch?
In einigen Regionen, wie Hawaii oder Polynesien, ist die Begrüßung mit einem "Riechgruß" oder "Nasenkuss" ganz alltäglich. Dabei stoßen die Menschen vorsichtig die Nasenspitzen aneinander.
Der sozialistische Bruderkuss
Häufig ist der Kuss auch ein Zeichen von Anerkennung und Ehrerbietung. Eine besondere Form ist der so genannte "Bruderkuss", den vor allem Politiker aus Osteuropa, zum Beispiel in Russland, austauschen.
Bei uns kommt es manchmal vor, dass sich ein Mann vor einer Frau verneigt und andeutungsweise deren Hand küsst.
Ganz ähnlich sieht es bei Gläubigen aus, wenn sie sich respektvoll verbeugen und den Ring des Papstes oder den eines Bischofs küssen.
Ob mit oder ohne Verbeugung - Küssen ist auf jeden Fall gesund und ein richtiges Fitness-Training. Denn beim Küssen werden über 30 Gesichtsmuskeln bewegt. Außerdem werden dabei Hormone ausgeschüttet, die die Abwehrkraft des Körpers stärken. Auch deshalb ist es gut, sich ab und zu einen Kuss zu geben.
Autorin: Cornelia Stenull
Letzte Änderung am 06. Juli 2012