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Bernsteinzimmer

Das verschwundene Kunstwerk

 
Bernsteinzimmer (Bild: dpa)
Großansicht: Das Bernsteinzimmer heuteDas Bernsteinzimmer heute
Goldgelb funkeln die Wände, aufwändiger Stuck und Mosaike schmücken den Raum: Das prachtvolle Bernsteinzimmer wurde am 31. Mai 2003 im Katharinenpalast bei Sankt Petersburg eröffnet.
Das Bernsteinzimmer ist allerdings eine Nachbildung. Das echte Zimmer bleibt auf mysteriöse Weise verschwunden. Es war ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm an den russischen Zaren Peter den Großen im Jahr 1716.
200 Jahre lang konnte das berühmte Bernsteinzimmer, das auch das Lieblingszimmer von Katharina der Großen war, im Palast in Sankt Petersburg bestaunt werden.
Frau betrachtet das Bernsteinzimmer (Bild: dpa)
Großansicht: Goldgelber WandschmuckGoldgelber Wandschmuck
Im Zweiten Weltkrieg wurde es allerdings zerlegt, in Kisten verpackt und ins Königsberger Schloss, im damaligen Ostpreußen, gebracht. In dessen Kellergewölbe sollte das wertvolle Kunstwerk sicher vor den Bomben sein.
Zerstört oder gerettet?
Doch 1945, am Ende des Zweiten Weltkrieges, zerstörten die britische und russische Armee das Königsberger Schloss. Seitdem wurden die Kunstschätze aus Bernstein nie mehr gesehen - ein ganzes Zimmer war plötzlich verschwunden!
Arbeiter graben im Waldboden (Bild: dpa)
Großansicht: Suche nach dem verschollenen BernsteinSuche nach dem verschollenen Bernstein
Wurden die Kisten rechtzeitig nach Deutschland gebracht? Wenn ja, wo sind sie hingekommen? Oder sind sie in Königsberg geblieben? Wurden sie dort vielleicht tatsächlich zerstört oder sind noch irgendwo versteckt?
Jahrelang suchen Experten nach den Überbleibseln des Zimmers. Bis jetzt gibt es allerdings keine Spur. Niemand weiß, wo sich das ursprüngliche Bernsteinzimmer heute befindet, und ob es überhaupt noch existiert.
Männer bearbeiten einen Teil des Bernsteinzimmers (Bild: dpa)
Großansicht: Arbeit am BernsteinArbeit am Bernstein
Nachbau als Erinnerung
Damit dieses große Kunstwerk nicht in Vergessenheit gerät, beginnen Spezialisten im Jahr 1979 damit, das berühmte Gemach wieder aufzubauen. Mit Hilfe von Fotos rekonstruieren sie kleinste Details und fügen sie so zusammen, dass daraus das Abbild des ursprünglichen Zimmers entsteht - was heute im Katharinenpalast zu sehen ist.
Während dieser Arbeiten kommt es zu einer großen Überraschung: Teile des ursprünglichen Zimmers tauchen in Deutschland wieder auf. Die Experten hoffen deshalb, weitere Hinweise auf das Versteck des verschollenen Kunstwerks zu finden - und suchen weiter.
 
Autorin: Dorothea Szymanski
 
 
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