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Energie & Umwelt

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A
 
Atmosphäre
Als Atmosphäre wird die Lufthülle bezeichnet, die unsere Erde umgibt. Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet das Wort "Luftkugel" von "atmos" (Luft) und sphaira (Kugel).
 
B
 
Bakterien
Bakterien sind winzig kleine Lebewesen, die in der Luft, im Boden und im Wasser leben, aber auch im menschlichen Körper. Es gibt sehr unterschiedliche Bakterien: Die einen sind Krankheitserreger, andere lösen Gärungsvorgänge aus oder zersetzen tote organische Substanzen durch Fäulnis. Bakterien können sich sehr schnell vermehren.
 
C
 
Castor
Castor ist die englische Abkürzung für „Cask for Storage and Transport of Radioactive material“. Übersetzt heißt das „Behälter für Lagerung und Transport von radioaktivem Material“. In diesen Behältern wird der Atommüll aufbewahrt und transportiert. Damit das radioaktive Material auch wirklich sicher eingeschlossen ist, haben die Castoren über 40 Zentimeter dicke Wände und werden streng kontrolliert.
 
Chlorophyll
Chlorophyll ist der grüne Farbstoff, der Blätter, Stängel und Stiele von Pflanzen grün färbt. Chlorophyll enthält sehr viel Magnesium, das ist ein Mineralstoff. Die Chlorophylle in den Pflanzen saugen das Licht der Sonne auf. Durch einen bestimmten chemischen Prozess wird das Sonnenlicht dann in verwertbare Energie umgewandelt. Das nennt sich Photosynthese.
 
E
 
Elektron
Elektronen bilden die Hülle von Atomen. Sie bewegen sich auf einer Umlaufbahn um den Atomkern - genau wie Planeten um die Sonne. Der Atomkern besteht aus Protonen und Neutronen.
 
Endlager
In einem Endlager soll der Atommüll für lange Zeit gelagert werden. Eine endgültige Lösung für das Atommüll-Problem gibt es bisher noch nicht. Niemand weiß, wo das radioaktive Material für Hunderte von Jahren sicher lagern kann. In Deutschland wird versucht, tief unter der Erde ein Endlager zu errichten. Im Moment wird aber erst noch überprüft, ob und wo so ein Endlager entstehen könnte. Ein vorläufiges Endlager gibt es in Morsleben.
 
F
 
fossil
Fossile sind die Überreste von Tieren oder Pflanzen der Erdgeschichte, die wir als Versteinerung oder Abdruck kennen. Fossil bedeutet "ausgegraben". Zu den fossilen Rohstoffen gehören Erdgas, Erdöl, Stein- und Braunkohle. Sie entstanden vor Millionen von Jahren aus Pflanzen und Kleinstlebewesen.
 
G
 
Geysir
Ein Geysir ist eine heiße Quelle. Das Wasser wird unterirdisch durch die Erdwärme so aufgeheizt, dass der Druck steigt und das Wasser nach oben schießt. Ein Geysir wird auch Springquelle genannt. Die Wasserfontäne sieht aus wie ein Springbrunnen und erscheint in regelmäßigen Abständen. Geysire haben mit Vulkanen zu tun: Wenn Vulkane nicht mehr tätig sind, treten Geysire oder andere Formen auf, die Gase, Wasser oder Wasserdampf ausspucken. Das Wort Geysir stammt aus der isländischen Sprache. Island ist nämlich eine vulkanische Insel mit besonders vielen Springquellen. Der größte Geysir, der jemals gesehen wurde, war übrigens in Neuseeland. Dort schoss das Wasser 460 Meter hoch in die Luft. Aber das ist schon mehr als 100 Jahre her.
 
Geothermie
Im Inneren der Erde gibt es große Wärmemengen, denn die Erde ist in ihrem innersten Kern ungefähr 5000 Grad heiß. Durch eine bestimmte Technik kann diese Wärme nach oben, an die Erdoberfläche, befördert werden. Diese Nutzung der Erdwärme nennt sich "Geothermie".
 
I
 
Inkohlung
Bei der Entstehung von Kohle findet ein chemischer Prozess statt, der Inkohlung genannt wird. Schlamm- und Wassermassen pressen die Pflanzen in der Erde zusammen, so dass sie keinen Sauerstoff bekommen. Deshalb können sie auch nicht verwesen. Statt dessen bildet sich Kohlenstoff in den Pflanzen. Mit der Zeit entsteht daraus Torf, der später zu Kohle wird.
 
K
 
Kohlendioxid
Kohlendioxid, kurz CO², ist ein natürliches Gas. Menschen und Tiere atmen zum Beispiel mit jedem Atemzug Kohlendioxid aus; CO² befindet sich auch in Getränken wie Sprudel oder Cola.
Kohlendioxid ist aber ein Treibhausgas, das für das Klima sehr wichtig ist. Ohne dieses Treibhausgas wäre es auf der Erde nämlich ständig minus 18 Grad kalt. Durch das Kohlendioxid in der Luft werden Sonnenstrahlen reflektiert. So heizt sich die Atmosphäre auf und auf der Erde herrschen im Durchschnitt plus 15 Grad Celsius.
Der Mensch produziert aber viel mehr Kohlendioxid, als für die Umwelt gut ist – zum Beispiel durch die Verbrennung der fossilen Energieträger. Dadurch nimmt der Treibhauseffekt zu und über viele Jahre verändert sich das Klima. Deshalb wird es auf der Erde immer wärmer.
 
N
 
Neutronen
Ein Atom hat in seinem Kern einmal geladenen und ungeladene Teilchen. Die ungeladenen Teilchen werden Neutronen genannt. Neutronen können aber auch außerhalb eines Atomkerns existieren, dann werden sie freie Neutronen genannt.
 
O
 
organisch
Als organische Substanzen werden alle Stoffe bezeichnet, die es in der belebten Natur gibt. Dazu gehören Pflanzen, Tiere, aber auch der Mensch. Das Gegenteil von organisch ist anorganisch.
 
P
 
Photovoltaik
Photovoltaik ist die Umwandlung von Strahlungsenergie der Sonne in elektrische Energie. "Photos" bedeutet im Griechischen Licht und Volta ist der Name eines Physikers, der sich mit Elektrizität beschäftigt und die Batterie erfunden hat. Nach ihm wurde auch das Volt benannt, das eine Einheit für elektrische Spannung ist. In Deutschland ist die Spannung in einer Steckdose bei 220 Volt.
 
Pipeline
Eine Pipeline ist eine Rohrleitung, die meist unter der Erde verläuft. Durch Pipelines können über lange Strecken hinweg Erdöl und Erdgas befördert werden. In Europa befindet sich ein ganzes Netz aus Pipelines.
 
R
 
Raffinerie
In Raffinerien wird das Rohöl zu Benzin, Heizöl, Petroleum und Kerosin weiterverarbeitet. Öl besteht aus verschiedenen Stoffen, die in den Raffinerien getrennt und aufbereitet werden.
 
Radioaktivität
Radioaktive Strahlung entsteht beim Zerfall von instabilen Atomkernen und ist nicht sichtbar. Für Menschen ist Radioaktivität gefährlich. Zum einen durch die Strahlung selbst, zum anderen durch den Kontakt mit verstrahltem Material, zum Beispiel Lebensmittel. Deshalb wurde in Deutschland nach dem Reaktor-Unglück in Tschernobyl vor dem Verzehr von Freilandgemüse oder Pilzen gewarnt.
 
S
 
Stollen
Ein Stollen ist ein unterirdischer Gang im Bergbau, der in die Erde gegraben wurde, um an die Kohle zu gelangen. Manchmal werden auch natürlich entstandene Gänge in Höhlen als Stollen bezeichnet.
 
T
 
Tagebau
Braunkohle wird im Tagebau, also an der Erdoberfläche, abgebaut. Zwar befindet sich die Braunkohle unter der Erde; allerdings nicht ganz so tief wie die Steinkohle. Deshalb müssen keine Stollen angelegt werden. Ist die Kohle aus dem Tagebau abgebaggert, bleiben riesige Gruben übrig, die einer Mondlandschaft ähneln.
 
Therme
Thermen gibt es schon seit dem 5. Jahrhundert vor Christus - jedenfalls sind sie seitdem nachgewiesen. Die Bäder speisen sich aus unterirdischen heißen Quellen. Das Wasser ist ständig über 20 Grad warm und entweder sehr reich oder sehr arm an Mineralstoffen. Erwachsene empfinden Thermalwasser meist als entspannend, vor allem, wenn sie zum Beispiel Muskel- oder Gelenkbeschwerden haben. Kinder sollten dagegen nicht lange in Thermalwasser baden, denn es belastet ihren Kreislauf zu sehr.
 
U
 
Uran
Uran ist ein Metall, dass radioaktiv strahlt. Bekannt wurde Uran durch die Atomkraft. Feuert man Neutronen auf Uran, lässt es sich spalten und dabei entsteht Energie.
 
V
 
Volt
Volt ist die Maßeinheit für elektrische Spannung. Benannt wurde die Einheit nach Alessandro Volta. Er gilt als Erfinder der Batterie und Begründer der Elektrizitätslehre.
 
W
 
Wiederauf - bereitungsanlage
Abgebrannte Brennstäbe können in Wiederaufbereitungsanlagen erneut zu Brennstäben verarbeitet werden. Außerdem können aus dem material Atomwaffen hergestellt werden. Die beiden großen Wiederaufbereitungsanlagen sind im französischen Le Hague und im englischen Sellafield. Bei der Wiederverwertung der Brennstäbe entsteht neuer Atommüll.
 
Z
 
Zeche
Ein Bergwerksbetrieb heißt Zeche.
 
Zwischenlager
In Deutschland gibt es bisher zwei Zwischenlager, in Ahaus und in Gorleben. In den beiden Zwischenlagern wird der radioaktive Abfall aus den Kernkraftwerken über der Erde aufbewahrt; seit dem Jahr 2005 soll der Atommüll allerdings nicht mehr in diese Zwischenlager transportiert werden.