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Erdgas: Energie aus der Tiefe

 
Gasflamme am Küchenherd (Bild: dpa)
Großansicht: Kochen mit GasKochen mit Gas
In manchen Haushalten wird die Flamme am Gasherd mit einem Streichholz angezündet – das Gas strömt aus der Leitung und entflammt durch einen einzigen Funken. Mit Gas wird aber nicht nur gekocht, auch Wohnungen werden damit geheizt.
Erdgas ist neben Kohle und Erdöl ein wichtiger Energielieferant in Deutschland. Und es ist umweltfreundlicher, denn bei der Verbrennung entstehen weniger Giftstoffe als bei anderen fossilen Rohstoffen.
Förderplattform in der Nordsee (Bild: dpa)
Großansicht: Gas aus der NordseeGas aus der Nordsee
Tief vergrabene Energie
Erdgas befindet sich tief unter der Erde und entsteht aus Kleinstlebewesen und Pflanzenresten, die sich in etwa 600 Millionen Jahren verändert haben.
Um Erdgas zu gewinnen, müssen tiefe Löcher gebohrt werden. Dazu gibt es Bohrtürme oder Bohrinseln, von denen aus das gewonnene Gas durch zumeist unterirdische Rohre, so genannte Pipelines, weitergeleitet wird.
Deutschland selbst kann nicht viel Erdgas gewinnen und kauft es deshalb von anderen Staaten. Russland ist für Deutschland der größte Erdgaslieferant.
Gaspipeline (Bild: dpa)
Großansicht: Pipeline aus RusslandPipeline aus Russland
Über kilometerlange Pipelines wird das Erdgas von Russland nach Deutschland transportiert. Das Gas wird gespeichert und dann an Haushalte und Industrie weitergeleitet.
In deutschen Haushalten wird ungefähr die Hälfte des Erdgases zum Heizen und Kochen genutzt. Den restlichen Anteil verwenden Kraftwerke und Industrie zur Stromerzeugung.
Mann betankt Auto (Bild: dpa)
Großansicht: Umweltfreundlich und billig: Erdgas-AutoUmweltfreundlich und billig: Erdgas-Auto
Mobil mit Erdgas
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten Erdgas zu nutzen. So werden manche Autos nicht mit Benzin, sondern mit Erdgas betrieben. Das ist billiger und schadet der Umwelt nicht so sehr, wie die Abgase, die durch Benzin entstehen.
Erdgas ist nämlich die umweltfreundlichste der fossilen Energiequellen. Aber auch Erdgas wird irgendwann verbraucht sein. Vermutlich reicht es nur noch etwa bis zur Mitte des nächsten Jahrhunderts.
Mit einer neueren Methode, dem Fracking, könnte auch in Deutschland mehr Gas gefördert werden. Dabei werden Chemikalien in den Boden gepumpt, um das Gas aus den Gesteinsschichten zu lösen. Umweltschützer finden das aber viel zu gefährlich. Im Artikel "Fracking" zeigt ein Film, wie Fracking funktioniert.
 
Autorin: Dorothea Szymanski
 
Letzte Änderung am 12. November 2015
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
Stecker und Steckdose (Bild: dpa)

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