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Erdwärme: Hitze aus der Tiefe

 
Geysir sprüht Wasserfontäne (Bild: dpa)
Großansicht: Geysir StrokkurGeysir Strokkur
Eigentlich müssten wir dauernd heiße Füße haben, denn die Erde ist knallheiß - aber zum Glück nur in ihrem innersten Kern. Da herrschen ungefähr 5000 Grad. Mit jeder Schicht wird es kälter und bis zur Oberfläche kühlt die Erde auf rund 15 Grad ab.
Trotzdem: Der Planet Erde ist ein Wärmespeicher und Wärme bedeutet Energie. Diese Energie können sich die Menschen zunutze machen.
Foto eines Erdlochs, in dem ein Eintopf gekocht wird (Bild: dpa)
Großansicht: Hier wird Erdwärme zum Kochen genutzt.Hier wird Erdwärme zum Kochen genutzt.
Die Erde - ein Ofen?
Schon die alten Römer wussten die Erdwärme zu schätzen. Sie bauten Thermen und nutzten so die warmen Wasserquellen aus dem Untergrund. Zur Entspannung - nicht zur Energiegewinnung.
Der Energiegewinnung sind die Menschen auf der Vulkaninsel Sao Miguel schon näher: Sie kochen Eintopf in Erdlöchern - heute noch. Die Erdkruste ist hier so dünn, dass das Quellwasser noch an der Erdoberfläche mit 98 Grad brodelt.
Um viele Menschen mit Strom aus Wärmekraft zu versorgen, müsste es viele und große heiße Wasserdampfvorkommen geben. Das ist aber nicht der Fall und so müssen die Menschen mühsam tiefe Löcher in die Erde bohren, um die Erdwärme zu nutzen.
Foto eines Bohrturms, der ein 4000 Meter tiefes Loch in die Erde bohrt. (Bild: dpa)
Großansicht: Bis in 4000 Metern Tiefe dringt dieser Bohrturm vor.Bis in 4000 Metern Tiefe dringt dieser Bohrturm vor.
Dampf marsch!
Es ist eine spezielle Technik: Zuerst wird ein etwa 5000 Meter tiefes Loch gebohrt. In dieser Tiefe sind die Steine schon warm. Durch das Loch fließt Wasser zu den Steinen und erwärmt sich dort. Durch ein zweites Loch steigt das Wasser als heißer Dampf wieder an die Oberfläche - und treibt ein Erdwärmekraftwerk an.
Noch einfacher funktioniert die Geothermie, wenn nur ein Ein-Familien-Haus geheizt werden soll. Dazu reicht es, Sonden ein paar Meter tief in die Erde zu stecken.
Insgesamt ist die Technik umweltfreundlich und die Vorteile sind groß: die Wärme der Erde ist immer da, sie kann jederzeit und an jedem Ort genutzt werden und bei der Gewinnung von Erdwärme werden wenig CO2 und Feinstaub ausgestoßen.
Bei der Energiegewinnung spielt die Erdwärme eine kleine Rolle. Das liegt daran, dass es sehr viel Geld kosten würde, ein entsprechendes Netz aus Bohranlagen, Kraftwerken und Leitungen aufzubauen.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 13. November 2015
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
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