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Braille-Schrift: Mit Fingern lesen

 
 
Louis Braille erblindet mit drei Jahren. Seitdem hat er einen Wunsch: Lesen.
 

Blindenschrift

Der Junge Louis Braille ist blind. In der Schusterei seines Vaters bastelt er aus Leder die ersten Buchstaben, die auch Blinde lesen können. Diese Schrift ist nach ihm benannt: Brailleschrift.
 
Eine zeitgenössische Darstellung von Louis Braille, dem Erfinder der Braillschrift. (Bild: dpa)
Großansicht: Louis BrailleLouis Braille
Der Traum vom Lesen
Der große Traum von Louis Braille war es, lesen zu können. Louis wurde am 4. Januar 1809 bei Paris in Frankreich geboren und mit drei Jahren erblindet.
Mit 16 Jahren erfand er eine Schrift für Blinde, die nach ihm benannte Braille-Schrift.
Das Prinzip ist einfach: Buchstaben werden auf der Papier-Rückseite eingedrückt, so dass sie auf der Vorderseite als Erhebungen zu ertasten sind. Das ist mit einem Blatt Papier und einem Bleistift leicht auszuprobieren.
Bei der Blindenschrift werden aber nicht die Buchstaben verwendet, die du aus der Schule kennst, sondern die Buchstaben aus dem Braille-Alphabet.
Die Buchstaben der Braille-Schrift lassen sich ertasten (Bild: dpa)
Großansicht: Das Braille-AlphabetDas Braille-Alphabet
Die Braille-Schrift
Sie bestehen aus bis zu sechs Punkten, die im Quadrat angeordnet sind. Je nach Kombination und Anzahl der Punkte wird ein anderer Buchstabe dargestellt.
Die Braille-Schrift wird bis heute genutzt – auf der ganzen Welt. Der 4. Januar ist sogar jedes Jahr der Welt-Braille-Tag.
Doch anders als noch vor 200 Jahren, wird heute nicht mehr nur auf dem Papier gelesen: Wie ist das zum Beispiel mit E-Mail oder SMS?
Foto eines Computers mit Braille-Zeile (Bild: dpa)
Großansicht: Computer mit Braille-ZeileComputer mit Braille-Zeile
Elektronisch: Braille-Zeile
Dafür gibt es spezielle Geräte. Die einen können den Text erkennen und lesen ihn dann vor, bei den anderen werden die Buchstaben in die Blindenschrift umgewandelt.
Auf dem sogenannten Braille-Display können dann die Texte, die auf dem Computermonitor zu sehen sind, ertastet werden. Das funktioniert auch bei Handys: Das Display wird durch eine Braille-Zeile ersetzt.
Foto einer Plastikschablone, mit deren Hilfe der Wert von Euroscheinen und - münzen ertastet werden kann. (Bild: dpa)
Großansicht: Der "Euro-Cash-Test"Der "Euro-Cash-Test"
Gefühlt: Geldscheine
Bei den EURO-Scheinen sollen unterschiedliche Größen und fühlbare Markierungen die Zuordnung erleichtern.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch eine Plastikschablone benutzen:
Euroscheine und -münzen werden eingelegt und anhand der Größe kann dann der Wert mit Hilfe von Braille-Zeichen abgetastet werden.
 
Autorin: Sandra Goller
 
 
 
Schrift aus Holzbuchstaben (Bild: www.colourbox.com)

Johannes Gutenberg

Er erfand eine Art "Backform für Buchstaben" und damit den Schlüssel zum Buchdruck.
Kugelkopf einer Schreibmaschine (Bild: dpa)

Schreibmaschine

Der mechanische Kugelkopf brachte blitzschnell die Buchstaben auf das Papier.