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Briefmarke

Klebende Quittung

 
 
Bevor die Briefmarke erfunden wurde, musste der Empfänger für den Brief bezahlen. Das war oft teuer und brachte die Menschen auf seltsame Ideen.
 
Briefmarke "Der schwarze Einser" (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: "Der schwarze Einser""Der schwarze Einser"
Mehr als 160 Jahre ist es her, dass in Deutschland die erste Briefmarke in Umlauf kam: Der schwarze Einser. Am 1. November 1849 kam sie heraus.
Im 19. Jahrhundert konnte es teuer werden, einen Brief zu bekommen. Zu dieser Zeit musste nämlich der Empfänger die Post bezahlen.
Deshalb wurde die Post oft ausgetrickst: Der Absender malte Geheimzeichen auf den Umschlag. So konnte der Empfänger die Nachricht lesen, ohne den Brief annehmen zu müssen.
"Wir müssen das Postwesen ändern", sagten sich die Briten - und erfanden die Briefmarke. Die Idee stammt vom englischen Postmeister Rowland Hill. Sein Vorschlag: Der Absender soll für die Beförderung bezahlen - und zwar bevor der Brief verschickt wird.
Ein alter Brief mit der Briefmarke "One Penny Black" (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Die "One Penny Black"Die "One Penny Black"
Bebilderte Quittung
Damit jeder sehen kann, dass der Brief bezahlt ist, wird eine Quittung auf den Brief geklebt.
Am 6. Mai 1840 kommt in England die erste Briefmarke der Welt heraus, die "One Penny Black". Sie zeigt die englische Königin Victoria.
Briefmarken erzählen Geschichten. Die Motive zeigen berühmte Persönlichkeiten, Sehenswürdigkeiten oder erinnern an bedeutende Ereignisse.
Zwei Jungs zeigen ihre Briefmarkensammlung (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Begeisterte SammlerBegeisterte Sammler
Begeisterte Sammler
Deshalb sammeln Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Briefmarken - sogar die englische Königin Elizabeth II.
Dabei gilt: Eine Briefmarke, die es sehr selten gibt, ist auch sehr sehr teuer.
Die "Tre Skilling Banco" aus Schweden ist mit rund zwei Millionen Euro die teuerste auf der Welt. Es gibt sie nur einmal.
Die blaue Mauritius (Bild: Deutsche Post)
Blaue Mauritius: Auch Marken mit Fehlern sind wertvoll

Auch Marken mit Fehlern sind wertvoll.
So ein Exemplar ist die berühmte "Blaue Mauritius". Die hat 1847 ein Uhrmacher gedruckt. Statt "post paid" für "Gebühr bezahlt" schrieb er aber "post office" für "Postamt" auf die Marke.
Der arme Mann wurde damals sicher bestraft. Heute wird seine Marke für viel Geld gehandelt.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 26. Januar 2016
 
 
Sonderbriefmarke Litfaßsäule (Bild: SWR)

Litfaßsäule

Ernst Litfaß nervten voll geklebte Wände. Eine Reklame-Säule war die Lösung.
Der Duden 23. Auflage 2004 (Bild: dpa)

Konrad Duden

Er wollte feste Schreib-Regeln. Diese fasste er in einem Buch zusammen - dem Duden.